Jermaine Jones vom Bundesligisten Schalke 04 hat den Deutschen Fußball-Bund davon informiert, dass er sich gemeinsam mit seinem Berater Roger Wittmann entschieden hat, künftig für die amerikanische Nationalmannschaft zu spielen.

Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler, der die deutsche und US-Staatsbürgerschaft besitzt, bezieht sich dabei auf die neuen juristischen Voraussetzungen nach den Beschlüssen des FIFA-Kongresses auf den Bahamas.

Löw akzeptiert die Entscheidung

Jones bestritt bisher drei Länderspiele für die DFB-Auswahl: am 6. Februar 2008 gegen Österreich in Wien, am 27. Mai 2008 gegen Weißrussland in Kaiserslautern und am 19. November 2008 gegen England in Berlin. Außerdem gehörte er zum erweiterten Europameisterschaftskader 2008, wurde dann allerdings nicht für das EM-Turnier nominiert. Da er jedoch in keinem Pflichtspiel für das deutsche Team zum Einsatz kam, hat er gemäß den neuen FIFA-Satzungen die Möglichkeit, künftig für die USA zu spielen.

Bundestrainer Joachim Löw äußert zu der Entscheidung von Jermaine Jones, der am heutigen 9. Juni den Leiter des DFB-Büros Nationalmannschaft telefonisch über die aktuelle Entwicklung informierte: "Wir haben die Entscheidung von Jermaine Jones zur Kenntnis genommen und akzeptieren sie. Ich wünsche ihm viel Glück für seine sportliche Zukunft."

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ergänzt: "Wir haben mehrfach betont, wie sehr wir uns darüber freuen, dass wir mehrere Spieler mit Migrationshintergrund in den Reihen der deutschen Nationalmannschaft haben. Dies entspricht der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land, und das spiegelt auch unsere Nationalmannschaft wider. Wir haben aber immer wieder darauf hingewiesen, dass jemand, der das DFB-Trikot trägt, sich klar zur Nationalmannschaft und Deutschland bekennt. Wenn ein Spieler das nicht so sieht, ist das seine Entscheidung, die wir respektieren."