Gelsenkirchen - Die Entscheidung ist gefallen: Jens Keller bleibt auch über die laufende Bundesliga-Saison 2012/2013 hinaus Chef-Trainer des FC Schalke 04. Der 42-Jährige erhält in dieser Funktion einen neuen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015. Keller hatte am 16. Dezember 2012 Huub Stevens abgelöst, nachdem die "Königsblauen" in der Bundesliga-Tabelle durch ein monatelanges Tief vom zweiten auf den siebten Platz abgestürzt waren.

"Jens hat die Mannschaft im vergangenen Dezember in einer äußerst schwierigen Situation übernommen", erklärt Manager Horst Heldt. "Entgegen vieler Widerstände, auch seitens der Öffentlichkeit, hat er unbeirrt und konsequent seine Linie verfolgt und Schalke 04 damit in der Bundesliga wieder auf Kurs gebracht."

Obwohl langfristige Ausfälle von Leistungsträgern wie Kyriakos Papadopoulos oder Ibrahim Afellay und auch zwischenzeitlich Klaas-Jan Huntelaar sowie Jefferson Farfan die Aufgabe erschwerten, arbeitete sich das Team mit Keller in der Rückrunde Schritt für Schritt zurück in die internationalen Ränge.

Heldt: "Überzeugt von Kellers Arbeit"



Doch nicht nur der in der Tabelle ablesbare positive Trend wirkte sich auf die Entscheidungsfindung aus: "Wir sind überzeugt von seiner Arbeit, denn wir haben in den vergangenen Monaten trotz aller personellen Engpässe eine Weiterentwicklung unserer Mannschaft registriert", so Heldt. "Jens Keller verfolgt ein schlüssiges Konzept, mit dem er nicht nur die Spieler, sondern auch alle Entscheidungsträger im Verein von sich und seiner Arbeit überzeugt hat."

Als Profi hat Jens Keller für den VfB Stuttgart, 1860 München, den VfL Wolfsburg, den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt 142 Bundesligaspiele (2 Tore) und 115 Zweitligaspiele (6 Tore) absolviert. Von 2007 bis 2009 betreute er als Trainer zunächst die U17 und die U19 des VfB Stuttgart und rückte im Sommer 2009 als Co-Trainer in den Profitrainerstab der Schwaben. In der Saison 2010/2011 fungierte Keller als Chef-Trainer des VfB Stuttgart. Beim FC Schalke 04 trainierte er die B-Junioren, ehe er im Dezember vergangenen Jahres den Profikader übernahm.