Von 2004 bis 2006 stand Gerhard Tremmel im Tor von Hertha BSC. Allerdings stand er im Schatten von Christian Fiedler. Nur fünf Mal vertrat er das Hertha-Urgestein. 2006 wechselte Tremmel zu Energie Cottbus, wo er sich zuerst auch hinter Tomislav Piplica einreihen musste.

Erst in der Vorsaison kam der Durchbruch des 30-Jährigen. Seitdem ist er eine echte Stütze der Lausitzer. Ob Tremmel am kommenden Samstag gegen seinen Ex-Club im Tor stehen kann, ist indes noch ungewiss.

Im Training zog er sich eine Muskelverletzung zu. "Ich werde alles tun, um bis Samstag fit zu werden", so Tremmel. Im Interview mit herthabsc.de spricht er über seinen aktuellen Club, seine Verbindungen nach Berlin und über die Partie am Samstag.

Frage: Herr Tremmel, nach der unglücklichen Niederlage in den Schlussminuten am Samstag beim VfL Bochum ist Energie Cottbus nun auf den 16. Tabellenplatz abgerutscht. Wie schwer wiegt die Enttäuschung?

Gerhard Tremmel: Natürlich sind wir enttäuscht, für eine gute Leistung nicht belohnt worden zu sein. Aber der Blick geht nach vorn. Uns erwartet ein attraktives Derby.

Frage: Energie konnte bis zu den beiden Gegentoren in der Schlussphase kämpferisch und spielerisch überzeugen. War die Niederlage ungerechtfertigt?

Tremmel: Über eine Punktteilung hätte sich wohl niemand beschwert.

Frage: In den nächsten Wochen stehen richtungsweisende Partien für Ihre Mannschaft an. Wie bekommt man so ein Spiel wie das in Bochum schnell wieder aus den Köpfen, um konzentriert an die nächsten Aufgaben heranzugehen?

Tremmel: Das ist das Schöne am Fußball: Man kann gar nicht wochen- oder monatelang hadern oder zweifeln oder meckern, sondern bekommt jede Woche eine neue Chance.

Frage: Als nächster Gegner kommt nun Tabellenführer Hertha BSC ins Stadion der Freundschaft. Welche Vorzeichen prägen das zwölfte Berlin-Brandenburg-Derby in der Bundesliga?

Tremmel: Die Vorzeichen sind toll. Hertha ist Tabellenführer und will es bleiben, wir brauchen dringend Punkte zum Klassenerhalt. Beide Teams wollen also unbedingt gewinnen und haben ein großes Ziel vor Augen. Insofern wird die Partie entsprechend emotional und umkämpft.

Das ausführliche Interview finden Sie auf der Webseite von Hertha BSC.