"Das freut mich natürlich sehr. Es ist schön für einen Sportler, auch mal selbst gelobt zu werden. Ich muss aber sagen, dass für mich die Titel, die wir mit der Mannschaft geholt haben, noch wichtiger sind", sagte Ribery, dem als zweiten Ausländer nach dem Brasilianer Ailton (2004) die Ehre des Fußball des Jahres zuteil wurde.

Franck Ribery setzte sich bei der seit 1960 stattfindenden und vom Fachmagzin kicker durchgeführten Wahl mit 224 der insgesamt 766 Stimmen deutlich gegen Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack vom FC Chelsea (115) und seinen Bayern-Teamkollegen Luca Toni (108) durch.

bundesliga.de vergleicht die Leistung des kleinen Franzosen in seinem ersten Jahr beim FC Bayern mit seinem letzten Jahr bei Olympique Marseille.

Steigerungen in beinahe allen Bereichen


  • Ribery zeigte sich gleich in seiner ersten Bundesliga-Saison treffsicher wie nie: elf Tore hatte er in seinen zwei Spielzeiten für Olympique Marseille zusammen erzielt

  • Bei OM kam er nahezu auf dieselbe Einsatzzeit wie in München, gab jedoch deutlich weniger Schüsse ab (46) als beim FC Bayern München (78)

  • Zusammen mit Miroslav Klose gab er die meisten Torvorlagen (7) beim Rekordmeister - in Marseille war es 2006/07 sogar noch eine mehr gewesen

  • Bei den Bayern war das Spiel noch mehr auf ihn zugeschnitten: Ribéry war ligaweit der Mittelfeldspieler mit den meisten Ballkontakten pro 90 Minuten (91, also einen Ballkontakt pro Minute!)

  • Werders Diego zum Beispiel kam auf 81 Kontakte pro 90 Minuten

  • Ligaweit brachte der Nationalspieler die zweitmeisten Flanken in die Mitte (188), von denen 22 Prozent einen Mitspieler fanden

  • Nach Bremens Diego ging Ribéry die meisten Dribblings ein (161) und gewann davon beinahe die Hälfte (47 Prozent)

  • Einsatzfreudig: Ribéry bestritt 416 Zweikämpfe am Ball (nur sechs Bundesligaspieler mehr) und gewann akzeptable 46 Prozent dieser Duelle

  • Der 25-Jährige griff selbst nur 29 Mal zu unfairen Mitteln, wurde im Gegenzug aber 85 Mal von einem Gegenspieler gefoult