Verband: Japan Football Association

Gegründet: 1921

FIFA-Mitglied seit: 1921

Bisherige WM-Teilnahmen: 4

WM-Erfolge: Zwei Achtelfinalteilnahmen (2002, 2010)

Geschichte des Fußballs in Japan:

Wie genau Fußball den Weg nach Japan fand, ist nicht überliefert. Doch wie in vielen anderen Ländern der Welt auch, fand der Sport Anfang des 20. Jahrhunderts ein Zuhause auf der Insel. Obwohl es seit 1921 einen nationalen Fußballverband gibt, stand der Sport lange im Schatten von Baseball und anderen Sportarten. Computerspiele und Manga-Comics machten Fußball in den 1980ern populärer. Doch der Durchbruch gelang erst 1992. Da trug Japan die Asienmeisterschaft aus. Für "Nippon" selbst war es erst die zweite Teilnahme an dem Turnier - und sie endete sensationell mit dem Titel. Ein neuer Boom war geboren. Im Jahr danach begann die J. League mit ihrem Spielbetrieb. Die Profiliga wurde bereits sieben Mal von den Kashima Antlers gewonnen. 

WM-Geschichte:

Hasebe (l.) beim Achtelfinal-Aus 2010

Lange Zeit spielte Fußball in Japan keine große Rolle. Es dauerte bis in die 1990er Jahre, ehe der Sport endlich einen hohen Stellenwert erringen konnte. Anschließend erfuhr der Fußball aus "Nippon" einen rasanten Aufstieg. 1998 war Japan erstmals bei einer WM dabei, schied aber in der Vorrunde aus. Vier Jahre später war man Co-Gastgeber und erreichte das Achtelfinale. Nach dem Vorrunden-Aus 2006 griffen die Japaner 2010 wieder an und scheiterten im Achtelfinale erst im Elfmeterschießen an Paraguay. Mittlerweile ist Japan mit fünf aufeinanderfolgenden WM-Teilnahmen ein Dauergast bei Endrunden. 

Star und Trainer:

Spätestens seit seiner Zeit bei Borussia Dortmund weiß die Fußballwelt, was für ein begnadeter Spieler Shinji Kagawa (Manchester United) ist. Gemeinsam mit dem Mainzer Shinji Okazaki bildet er das gefährliche Angriffsduo der "Samurai Blue". Kapitän ist Makoto Hasebe - ein weiterer Bundesliga-Legionär (Nürnberg). Außerdem sorgt Keisuke Honda vom AC Mailand für die spielerische Note im MIttelfeld. Alberto Zaccheroni ist seit 2010 Trainer der Japaner. Zuvor war er fast 30 Jahre lang in seiner Heimat Italien als Coach tätig. Er feierte Erfolge, wie den Aufstieg in die Serie A mit Udinese Calcio oder den Meistertitel mit dem AC Mailand (1999) und erlitt Tiefschläge (Entlassung bei Lazio Rom, FC Turin).

Japan und die Bundesliga:

Okazaki war zuletzt bei Mainz in Topform

Auch wenn es erst mit der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea 2002 Mode wurde, Spieler aus Fernost zu verpflichten, spielten schon lange vorher einige wenige Japaner in der Bundesliga. Den Anfang machte Yasuhiko Okudera. 1977 kam er zum 1. FC Köln. Schnell spielte er sich in die Herzen der Fans. Okudera blieb bis 1986 in der Bundesliga und absolvierte 234 Spiele für die Geißböcke und Werder Bremen. Mit Köln wurde er 1978 Meister und Pokalsieger. Ihm folgte Kazuo Ozaki. Von 1983 bis 1988 machte er 113 Einsätze - 62 davon in der Bundesliga - für Arminia Bielefeld. Seit der Jahrtausendwende sind Japaner aber keine Exoten mehr in der Bundesliga. Kicker wie Shinji Ono (Bochum), Junichi Inamoto (Frankfurt), Naohiro Takahara (HSV) und Shinji Kagawa (Dortmund) wurden zu Stars. Und mit Okazaki (Mainz), Takashi Inui (Frankfurt), Hasebe (Frankfurt), Gotoku Sakai (Stuttgart), Hajime Hosogai (Hertha), Atsuto Uchida (Schalke) und Hiroki Sakai (Hannover) spielten derzeit viele Japaner im deutschen Oberhaus. Yuya Osako (1860 Müchen, demnächst 1. FC Köln) fährt aus der 2. Bundesliga mit nach Brasilien.