4:0 (2:0) gegen Liechtenstein, die Pflicht ist erfüllt. Nun soll am Mittwoch gegen Wales die Kür folgen.

Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik: So gut spielten die DFB-Kicker im WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein.

Robert Enke: In seinem fünften Länderspiel konnte sich der 31-Jährige im Kampf um die Nummer 1 mangels Beschäftigung keinen Vorteil erarbeiten. Er musste in 90 Minuten nur einen Schuss parieren.

Andreas Beck: In seinem ersten Pflichtspiel von Beginn mit viel Druck nach vorne, der Rechtsverteidiger gab einen Schuss ab und legte zwei weitere auf. Der Hoffenheimer hatte die drittmeisten Ballkontakte auf dem Platz (122). Kein deutscher Akteur bestritt mehr Zweikämpfe am Ball als Beck (14), von denen er starke 79 Prozent für sich entschied.

Per Mertesacker: Der Bremer war gewohnt zweikampfstark und gewann seine sechs Zweikämpfe am Ball allesamt. Der Innenverteidiger brachte 93 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Alle seine Aktionen hatten Hand und Fuß.

Serdar Tasci: In der Defensive ohne Probleme, Tasci gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball (6 von 8). Der Innenverteidiger spielte im DFB-Team die meisten Pässe in der eigenen Hälfte (41), von denen 39 einen Mitspieler fanden.

Philipp Lahm: Unauffällige Vorstellung des Münchners, der sich nur selten in das Angriffsspiel einschaltete. Der Linksverteidiger beging kein einziges Foul und legte zwei Torschüsse auf. In der eigenen Hälfte kamen seine Pässe allesamt an (18 von 18).

Bastian Schweinsteiger: Der Bayer hatte die meisten Torschussvorlagen (9) auf dem Platz - eine konnte von Ballack verwertet werden. Der Münchner machte ein starkes Spiel, hatte die meisten Ballkontakte (125) auf dem Feld und schlug die meisten Flanken aus dem Spiel heraus (9).

Michael Ballack: Dem von Beginn an sehr engagierten Kapitän gelang in der 4. Minute sein 40. Länderspieltreffer im 91. Einsatz. Ballack hatte nach "Schweini" die meisten Torschussvorlagen (5). Seine drei Schüsse gingen allesamt auf das Tor von Peter Jehle.

Thomas Hitzlsperger: Hatte mit zwei Gewaltschüssen Pech. Der Stuttgarter gewann 83 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball und hatte die zweitmeisten Ballkontakte auf dem Platz (124). Blieb insgesamt aber etwas unter seinen Möglichkeiten.

Marcell Jansen: Gelungenes Comeback, das der Hamburger mit seinem zweiten Treffer im DFB-Trikot zum 2:0 krönte. Fünf Minuten vor der Pause scheiterte der Ex-Münchner mit einem Kopfball am Querbalken. Empfahl sich bis zu seiner Auswechslung in der 64. Minute für weitere Einsätze im Mittelfeld.

Lukas Podolski: Im Hinspiel noch zweifacher Torschütze, konnte sich der Münchner vor der Pause nur selten in Szene setzen. Kurz nach Wiederbeginn erzielte er aber seinen 32. Länderspieltreffer. Rückte in den letzten 25 Minuten ins linke Mittelfeld.

Mario Gomez: Der Stuttgarter mühte sich redlich, kam aber nicht zu einem Treffer. Nach Podolski gab er die meisten Schüsse ab (6).

Patrick Helmes: Kam in der 64. Minute für Jansen, der Leverkusener gab in 26 Minuten Spielzeit immerhin drei Schüsse ab, von denen einer auf das Tor ging. Helmes gab zwei Torschussvorlagen und brachte seine vier Pässe alle zum Mitspieler.

Marko Marin: Ersetzte in der Schlussphase Hitzlsperger. Marin hatte in 12 Minuten noch 18 Ballkontakte und brachte 12 seiner 13 Pässe zum Mitspieler. Der Gladbacher gab einen Torschuss ab und legte einen weiteren auf.

Simon Rolfes: Der Leverkusener wurde in der 88. Minute eingewechselt.