Zusammenfassung

  • Für HSV-Juwel Fiete Arp stehen im Frühjahr die Abiturprüfungen an.

  • Der Teenager sieht bei sich vor allem im körperlichen Bereich noch Luft nach oben.

  • Markus Gisdol und Jens Todt wollen Arp keinen Druck aufbürden.

Jerez de la Frontera - Die Bücher zum Lernen hat Fiete Arp auch ins Trainingslager mitgenommen. Bei manchmal drei Einheiten am Tag büffelt der Hoffnungsträger des Hamburger SV zusätzlich für sein anstehendes Abitur. Die Abschlussprüfungen in der Schule "werden natürlich eine schwierige Sache, doch da bin ich auf einem guten Weg", sagte das Sturmjuwel in Jerez de la Frontera: "Ich habe jetzt noch vier Monate vor mir und will das schaffen."

Am Samstag legt Arp vielleicht ausnahmsweise eine Lernpause ein - schließlich ist der Angreifer seit dem 6. Januar volljährig. Auf seinen 18. Geburtstag freute er sich sehr: "Besonders ihn hier im Kreis mit den Jungs zu verbringen. Da gibt es sicherlich Schlimmeres", sagte Arp.

Arp: "Wir wissen alle, dass es nicht einfach wird"

Und ganz nebenbei soll Arp zwischen Algebra und Goethe den kriselnden HSV noch zum Klassenerhalt schießen. "Was die Rückrunde angeht, wissen wir alle, dass es nicht einfach wird", sagte Arp, der jüngste Bundesliga-Torschütze der HSV-Geschichte. In Spanien soll die Grundlage gelegt werden, um Platz 17 so schnell wie möglich zu verlassen. "Wir müssen auf alles, das bisher gut gelaufen ist, aufbauen und zusätzlich die restlichen Bausteine hinzufügen, um dann wirklich am Ende des Tages auch die Punkte in der Hand zu halten", sagte er.

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Lediglich 15 Zähler sammelte der Dino. Arp war in einer tristen Hinrunde einer der weinigen Lichtblicke für die HSV-Fans. Nach gerade einmal 578 Bundesliga-Minuten ist der Teenie, der noch eineinhalb Jahre U19 spielen könnte, die Nummer eins im Angriff der Hanseaten. Club-Idole wie Uwe Seeler, Horst Hrubesch oder Manfred Kaltz schwärmen vom Shootingstar. "Der hat das, was andere nicht haben. Er spielt direkt, lässt prallen, schießt drauf, ist immer gefährlich, hat Auge" und ist "schon clever. Der hat das gewisse Etwas", sagte Kaltz der Sport Bild.

Gisdol und Todt fordern Steigerung von Wood

Trainer Markus Gisdol und Sportchef Jens Todt sehen den Rummel um Arp mit gemischten Gefühlen, sie wollen die Erwartungen dämpfen. "Die Last müssen andere tragen", sagte Todt. Und Gisdol nahm den US-Nationalspieler Bobby Wood in die Pflicht: "Von Bobby erwarte und fordere ich eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorrunde."

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Doch auch Arp will weiter Gas geben. Gerade "körperlich" habe er bei sich "noch Defizite" ausgemacht, sagte er: "In meinen Augen fehlt da auf jeden Fall noch sehr viel, um so zu spielen, wie ich das gerne hätte." In allen Bereichen sei "noch Luft nach oben". Der HSV würde den bis 2019 laufenden Vertrag mit seinem Supertalent lieber heute als morgen verlängern, Todt kündigte für diesen Monat erste Gespräche an. Und jetzt ist Arp ja auch endlich voll geschäftsfähig.

SID