Zusammenfassung

  • Bayern und Dortmund haben sich im Sommer auf ähnlichen Positionen verstärkt

  • Einige Neuzugänge spielen am Samstag ihren ersten Supercup

  • bundesliga.de wirft einen Blick auf die neuen Spieler beider Clubs

Köln - Der FC Bayern München ist Deutscher Meister, Borussia Dortmund ist DFB-Pokalsieger. Obwohl beide Vereine die vergangene Saison mit einem großen Erfolg abschließen konnten, haben sie sich nicht darauf ausgeruht, sondern ihre Kader weiter verstärkt. Spieler wie James Rodríguez und Mahmoud Dahoud sollten die Kader der beiden Top-Clubs weiter verstärken. Am Samstag um 20.30 Uhr bekommen einige Neuzugänge die Möglichkeit, sich im Supercup erstmals auf großer Bühne zu präsentieren.

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Es mag nur ein Zufall sein, doch beide Vereine haben sich im Sommer auf ähnlichen Positionen verstärkt. bundesliga.de nimmt vor dem Supercup im Signal Iduna Park die Neuzugänge beider Vereine genauer unter die Lupe.

Angriff

James Rodríguez (Real Madrid -> Bayern)

Der kolumbianische Nationalspieler ist Bayerns Königstransfer des Sommers. Er kommt zunächst für zwei Jahre auf Leihbasis von Real Madrid. Der Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien kann in der Offensive auf fast jeder Position spielen. Am effektivsten ist er als offensiver Mittelfeldspieler in der Zentrale, von wo aus er das Spiel kontrollieren kann. James hat in den bisherigen Testspielen seine Qualitäten bereits angedeutet, doch noch hat er Steigerungspotenzial. Den Supercup wird er wegen einer Muskelverletzung allerdings ebenso verletzt verpassen wie den Bundesliga-Start am 18. August.

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Maximilian Philipp (SC Freiburg -> Dortmund)

Auch der BVB-Neuzugang fühlt sich in der Offensive auf jeder Position wohl. Nach einer fantastischen Saison mit dem SC Freiburg, in der er mit neun Toren und zwei Vorlagen einen großen Anteil an der Europa-League-Qualifikation der Breisgauer hatte, wagte der 23-Jährige den Schritt nach Dortmund. Dort muss er sich größerer Konkurrenz erwehren, schließlich stehen in Dortmund für die Außenbahnen auch Spieler wie Marco Reus, Ousmane Dembélé, oder Christian Pulisic unter Vertrag.

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Beidfüßig, schnell und schwer zu stoppen - mit seinen Qualitäten hat Philipp gute Chancen im Kampf um die Plätze. Und aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Andre Schürrle dürfte er auch im Supercup von Beginn an auflaufen.

Mittelfeld

Corentin Tolisso (Olympique Lyon -> Bayern)

Die Lücke zu füllen, die Xabi Alonso hinterlassen hat, ist eine große Aufgabe für jeden Spieler, besonders für einen 22-Jährigen, der neu in der Bundesliga ist. FCB-Trainer Carlo Ancelotti ist sich sicher, dass Tolisso der richtige Mann für den Job ist und stellte ihn in den Testspielen gegen den AC Mailand, Chelsea und Inter Mailand auf der Asien-Reise von Beginn an auf.

Tolisso wird auch im Supercup beginnen und dort ein Beispiel seines Könnens geben. Er zeigt große Ruhe am Ball und im Spielaufbau. Tolisso kann das Spiel aus der Tiefe lenken wie es Alonso getan hat, aber er ist auch in der Offensive gefährlich. Für Lyon traf er in der Vorsaison wettbewerbsübergreifend 14 Mal. Bayern hat sich einen kompletten Mittelfeldspieler geangelt.

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Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach -> Dortmund)

Dahoud machte erstmals in der Saison 2015/16 auf sich aufmerksam, als er den Platz von Weltmeister Christoph Kramer im Gladbacher Mittelfeld übernahm. Seine Leistungen waren schon früh auf einem hohen Niveau, was ihn zu einem der begehrtesten Talente in Europa machte. Dortmund gewann das Rennen um den 21-Jährigen und fügte seinem Kader einen weiteren jungen Spieler mit großem Potenzial hinzu. Dahoud besitzt eine starke Technik, ein gutes Passspiel und ist auch im letzten Drittel gefährlich. Bisher sammelte er sieben Tore und 15 Vorlagen in 61 Bundesliga-Spielen.

Sebastian Rudy (TSG 1899 Hoffenheim -> Bayern)

Rudy war Stammspieler in Hoffenheim in der Vorsaison, stand in 32 von 34 Spielen in der Startelf und holte gemeinsam mit der TSG den vierten Platz. In der Nationalmannschaft gehört er seit längerer Zeit zum erweiterten Kader und auch beim Confed Cup war er mit dabei und hatte seinen Anteil am Titelgewinn. Mit seiner strategischen Klasse, seinem starken Positionsspiel und seiner souveränen Spielweise könnte er auch Ancelotti überzeugen, obwohl er nicht das Star-Potenzial mancher Mitspieler besitzt.

Abwehr

Niklas Süle (TSG 1899 Hoffenheim -> Bayern)

Obwohl er als Mann für die Zukunft in der Bayern-Verteidigung gilt, machte Süle bereits deutlich, dass er nach München gekommen ist, um zu spielen. Mit 1,94 Körpergröße ist er in der Luft kaum zu bezwingen und auch am Boden ein harter Gegner.

Süle spielt kaum Fehlpässe, fast 90 Prozent seiner Zuspiele kamen in der Vorsaison bei einem Mitspieler an. Mats Hummels und Javi Martinez, die aktuell die Innenverteidigung der Bayern bilden - auch Jerome Boateng steht kurz vor seinem Comeback - bekommen in Süle zweifelsohne einen qualitativ hochwertigen Konkurrenten.

Ömer Toprak (Bayer 04 Leverkusen -> Dortmund)

Beim BVB setzen die Verantwortlichen gerne auf junge Neuzugänge, aber die Chance, sich einen so erfahrenen Mann wie Toprak zu schnappen, wollten auch sie sich nicht entgehen lassen. Der in Deutschland geborene, türkische Nationalspieler lief für Leverkusen 154 Mal in der Bundesliga auf und wird eine wertvolle Verstärkung für Dortmund sein.

Toprak kämpft mit Marc Bartra und Sokratis um die Plätze in der Dortmunder Innenverteidigung - noch muss sich der neue Trainer Peter Bosz auf seine bevorzugte Variante festlegen. Dass er in der vergangenen Saison als Kapitän beim 0:0 der Leverkusener gegen Bayern überragte, könnte für einen Einsatz im Supercup sprechen.

Dan-Axel Zagadou (Paris Saint-Germain -> Dortmund)

Groß? Check. Schnell? Check. Gerne am Ball? Check. Egal welche Qualität ein Innenverteidiger mitbringen muss, Zagadou hat sie. Der Kapitän der französischen U18-Nationalmannschaft scheint ein hervorragender Einkauf des BVB gewesen zu sein.

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"Wir sind vollkommen überzeugt von den Fähigkeiten des Spielers und freuen uns darauf, ihm dabei zu helfen, seine nächsten Entwicklungsschritte als BVB-Profi machen zu können", sagt Sportdirektor Michael Zorc. Obwohl sich Zagadou in der Innenverteidigung zunächst hinter den erfahreneren Konkurrenten anstellen muss, könnte sich für ihn auf links eine Chance ergeben. In Abwesenheit der verletzten Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro spielte er in den Testspielen links hinten. Wahrscheinlich auch im Supercup...