Sein Name bereitet selbst eingefleischten Fans von Borussia Dortmund Kopfzerbrechen: Jakub Blaszczykowski. Daher feiern ihn die Schwarz-Gelben als "Kuba". Ein echter Glücksgriff, der beinahe nie ein Fußballstar geworden wäre.

Aufgewachsen ist Blaszczykowski in der Nähe seiner Geburtsstadt Czestochowa im 2000-Seelen-Örtchen Trusolasy. Von klein auf spielte er Fußball, dem ersten Verein trat er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Dawid aber erst im Alter von acht Jahren bei.

Tragischer Zwischenfall

Drei Jahre spielte "Kuba" für Rakow Czestochowa, als ein Schicksalsschlag sein Leben schlagartig veränderte. Seine Mutter verstarb auf tragische Weise. Blaszczykowski wurde von nun an von seiner Großmutter großgezogen. Doch er zog sich zunehmend zurück und hörte schließlich ganz auf mit dem Fußballspielen.

Erst ein Jahr später ließ er sich dazu überreden, an einem Futsal-Turnier teilzunehmen. "Kuba" wurde zum besten Spieler gewählt. Sein Onkel Jerzy Brzeczek, ehemaliger Kapitän der polnischen Nationalmannschaft, bewegte ihn zu einer Rückkehr zum Fußball und so heuerte Blaszczykowski wieder bei Rakow an.

Durchbruch in Krakow

2002 wechselte er zu Gornik Zabrze, konnte sich dort aber nicht durchsetzen und ging in die vierte Liga zu KS Czestochowa. 2004 verschaffte ihm sein Onkel schließlich ein Probetraining bei Wisla Krakow, einem der Vorzeigeclubs in Polen. Blaszczykowski überzeugte die Verantwortlichen. Schon wenige Monate später gehörte er zur Startelf und hatte maßgeblichen Anteil am Meisterschaftsgewinn 2005.

Trotz des zunehmenden Rummels um den Offensivallrounder war die Familie weiterhin das Wichtigste in "Kubas" Leben. "Als ich nach Krakau wechselte, lebte meine Familie knapp 100 Kilometer entfernt von mir, ich konnte also mindestens einmal in der Woche rüberfahren", erklärte er.

Wechsel zum BVB

Diesen Luxus tauschte er jedoch im Sommer 2007 gegen einen anderen ein. Blaszczykowski wechselte in die Bundesliga zu Borussia Dortmund, einem europäischen Spitzenclub. "Als ich hierherkam, musste ich mich erst an das Niveau der Liga und der Mannschaft gewöhnen", erinnert er sich. "In der Bundesliga spielen Größe und Kraft eine viel stärkere Rolle als in der polnischen Liga."

Doch die Umstellung gelang dem Nationalspieler schnell. Trotz einiger Verletzungsrückschläge etablierte sich "Kuba" als Spielmacher und Führungspersönlichkeit auf dem Platz sowie als Publikumsliebling der BVB-Fans.

Polens Bester

Ob im Sturm oder doch im Mittelfeld in der Raute, Blaszczykowski ist Dreh- und Angelpunkt des Dortmunder Spiels. Mit seiner Schnelligkeit, seiner Übersicht und seinen unwiderstehlichen Dribblings wurde er 2008 zu Polens Fußballer des Jahres gewählt.

Nicht schlecht für einen jungen Mann, der seine Fußballschuhe eigentlich schon vor langer Zeit an den Nagel gehängt hatte…

Zurück zum Spielerprofil von Jakub Blaszczykowski