Der VfL Wolfsburg ist heiß auf seinen ersten Auftritt im UEFA-Pokal seit 1999 - auch wenn der Gegner Rapid Bukarest zumindest vom Namen her kein Gegner ist, der Glamour und hochklassigen Spitzenfußball verspricht.

"Entscheidend ist doch, was auf dem Platz passiert. Für meine junge Mannschaft ist der UEFA-Cup auf jeden Fall wichtig, jedes Spiel bringt uns beim Lernen voran", sagt VfL-Trainer Felix Magath vor dem Spiel (Do., ab 18:45 Uhr im LIVE-Ticker).

Der ehrgeizige Coach hat die Niedersachsen schließlich nicht erstmals seit neun Jahren in den UEFA-Cup geführt, um schon nach zwei Spielen mit leeren Händen und ohne ein gültiges Ticket für die Gruppenphase dazustehen: "Mit ein bisschen Glück können wir recht weit kommen."

Misimovics Erinnerungen

Dabei hat Magath sogar schon die Runde der letzten 32 Mannschaften im Blick, was für die Norddeutschen ein neuer Rekord wäre. Denn in der bislang einzigen UEFA-Cup-Saison kam Wolfsburg - seinerzeit noch unter Trainer Wolfgang Wolf - zwar bis in die dritte Runde, scheiterte aber an Atletico Madrid bei dem Versuch, im internationalen Geschäft zu überwintern.

Die Rumänen sind in deutschen Stadien alles andere als Unbekannte. In den vergangenen Jahren gastierte der Club unter anderem in Berlin, Hamburg und Nürnberg. Rückblickend auf den Vergleich mit den Franken hat Wolfsburgs Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimovic nicht die allerbesten Erinnerungen an den dreimaligen rumänischen Meister: "Die spielen unscheinbar, aber sehr effektiv."

Vom Fußball in die Spätschicht

Und so hält sich auch die Vorfreude beim Wolfsburger Publikum in Grenzen. Die bei internationalen Spielen 26.000 Zuschauern Platz bietende Arena wird mit Sicherheit nicht ausverkauft sein.

Dabei hat man bei der Anstoßzeit sogar auf die Arbeitszeiten im Volkswagenwerk Rücksicht genommen. Vom Fußball direkt zur Spätschicht - der VfL hat es möglich gemacht. - Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer - Josue - Hasebe, Gentner - Misimovic - Dejagah, Grafite - Trainer: Magath

Bukarest: Urko Pado - Fernandes, Maftei, Constantin, Perja - Grigore, da Silva, Herea, dos Santos - Spadacio - Djalovic - Trainer: Peseiro

Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)