Zusammenfassung

  • Jacob Bruun Larsen ist derzeit bei Lucien Favre gesetzt
  • Auch gegen Leverkusen konnte sich der Däne wieder in die Torschützenliste beim BVB eintragen
  • Bruun Larsen warnt trotz Tabellenführung: "Wir müssen ein paar Dinge ändern"

Leverkusen - Wahnsinnswoche für Borussia Dortmund – und für den jungen Dänen Jacob Bruun Larsen. Nach seinem Premierentor bei der 7:0-Gala gegen Nürnberg stand der 19-Jährige auch in Leverkusen in der Startelf und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Borussia mit einer irren Aufholjagd noch zum 4:2-Sieg und an die Tabellenspitze geschossen hat. Über sein zweites Saisontor, ein wildes Spiel und überragende Mentalität sprach Bruun Larsen nach der Partie im Interview.

>>> Spielbericht: Dortmund schlägt Leverkusen und ist Tabellenführer

Frage: Jacob Bruun Larsen, Glückwunsch zum Sieg und zum ersten Auswärtstor Ihrer Karriere. Oder war es doch Paco Alcacer, der mit dem Treffer zum 1:2 die Aufholjagd der Borussia eingeleitet hat?

Jacob Bruun Larsen: (lacht) Das ist mein Tor, ganz klar. Hundertprozentig! Das stand auch oben auf der Anzeigetafel, das habe ich genau gesehen. Ich habe auch gleich zu Paco gesagt, dass ich den Ball berührt habe. Aber ganz im Ernst, er hat ja trotzdem ein super Spiel gemacht. Ich freue mich für ihn, dass er noch zwei Tore gemacht hat.

"Das ist Bundesliga, das ist Borussia Dortmund! " Jacob Bruun Larsen

Frage: Wie fühlt es sich an, nach einem 0:2-Rückstand zur Pause am Ende noch mit einem 4:2-Sieg vom Platz zu gehen?

Bruun Larsen: Das zeigt Mentalität, das zeigt Charakter und das zeigt Qualität! Das ist alles drin bei uns. Das ist Bundesliga, das ist Borussia Dortmund! Es ist einfach geil, das jetzt so zu erleben!

Frage: In der ersten Halbzeit war der BVB allerdings noch nicht richtig auf dem Platz. Marco Reus hat gesagt, das habe man der Mannschaft schon beim Warmmachen angemerkt.

Bruun Larsen:(zögert) Das weiß ich nicht, wie er das gemeint hat. Da kann ich gar nichts zu sagen.

© gettyimages / Lars Baron

Frage: Und was hat der Trainer in der Halbzeit gesagt, wie hat er reagiert? Ist es laut geworden in der Kabine?

Bruun Larsen: Es hat uns einfach gesagt, dass wir positiv bleiben sollen. Ein paar Details haben wir geändert, aber er hat uns vor allem mit auf den Weg gegeben, dass wir weitermachen sollen. Wenn wir ein Tor schießen würden, dann wäre alles wieder offen. Das haben wir gemacht. Und am Ende hat es dann alles sehr gut geklappt.

>>> Jadon Sancho: Europas Top-Vorbereiter

Frage: Sie selbst standen erneut in der Startelf, haben aber auch erst nach der Pause richtig für Druck sorgen können. Woran lag’s?

Bruun Larsen: Es war gegen Leverkusen sicher nicht mein bestes Spiel. Hinterher habe ich versucht, ein bisschen mehr zentral zu spielen. Das hat dann für uns ganz gut funktioniert. Ich hätte auch noch ein zweites Tor machen müssen. Aber das ist Fußball. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und alles für die Mannschaft zu tun, was ich kann. Manchmal klappt das schon richtig gut, manchmal klappt das auch noch nicht so gut.

"Wir müssen in den nächsten Spielen ein paar Dinge ändern" Jacob Bruun Larsen

Frage: In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Leverkusen hatte gute Chancen zur 3:0-Führung, dann hat der BVB innerhalb von vier Minuten ausgeglichen.

Bruun Larsen:Das war eine richtig wilde Phase. Der Ball ging nach vorne, dann wieder nach hinten. Das war sehr hart, aber das ist auch geil. Wir wissen, dass Leverkusen eine gute Mannschaft ist, die auch im Spiel nach vorne eine Riesenqualität hat. Aber wir haben gezeigt, dass wir einfach besser sind!

Dortmunds Kantersieg gegen Nürnberg im Video:

Frage: Gibt diese Aufholjagd noch mehr Selbstvertrauen als der 7:0-Heimsieg drei Tage zuvor über Nürnberg?

Bruun Larsen:Jedes Spiel ist natürlich unterschiedlich. Aber wenn man gegen diese Mannschaft in ihrem eigenen Stadion vier Tore macht, dann ist das überragend. Vor allem dann, wenn du vorher schon 0:2 hinten liegst. Das spricht für unsere Moral. Wir nehmen das alles gerne mit. Allerdings müssen wir in den nächsten Spielen auch ein paar Dinge ändern, damit wir gar nicht erst so in Rückstand geraten.

Aus Leverkusen berichtet Dietmar Nolte