Frankfurt am Main - Nach dem erfolgreichen Auftakt in der vergangenen Spielzeit zeichnet Europas Top-Liga mit dem jüngsten Altersdurchschnitt auch in der Saison 2017/18 die besten Nachwuchsstars mit dem "Bundesliga Rookie Award by TAG Heuer" aus. Acht Spieler sind für den Titel "Rookie des Jahres" nominiert. Stimme jetzt für Deinen Favoriten ab!

Tatsuya Ito (Hamburger SV)

Ein Lichtblick für die Fans des Hamburger SV war im Abstiegskampf sicherlich Tatsuya Ito: Der kleine Japaner wusste die Fans mit seinen Dribblings und seiner Unbekümmertheit zu begeistern. Spätestens nach der Amtsübernahme von Christian Titz gehörte der 20-jährige Flügelspieler zu den wichtigen Stützen bei der (letztlich vergeblichen) Aufholjagd des HSV. "Ito hat überragende Qualitäten im Eins-gegen-eins. Da ist er nur schwer auszurechnen und kaum zu stoppen", lobte ihn sein Trainer Christian Titz. Auch die Zahlen zeigen, welchen Einfluss Ito auf das Spiel des Hamburger SV hat: In deutlich geringerer Einsatzzeit als viele seiner Mannschaftskollegen dribbelte der Rookie des Monats April am häufigsten beim HSV einen Gegenspieler aus (44 Mal). Oft war der kleine Wirbelwind nur mit unfairen Mitteln zu stoppen, musste alle 36 Minuten ein Foul einstecken und damit in Relation zur Spielzeit am häufigsten von allen Offensivspielern beim HSV.

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Valentino Lazaro (Hertha BSC)

Ein Wechsel, der sich für Hertha BSC definitiv ausgezahlt hat: Vor der Saison holten die Berliner Valentino Lazaro aus Salzburg in die Bundesliga. Der Youngster, der in Salzburg bereits mit 16 Jahren debütierte, konnte das Vertrauen in der Hauptstadt zurückzahlen, auch wenn er am Anfang aufgrund einer Sprunggelenksblessur nicht den besten Einstand genoss. Seit dem 16. Spieltag ist Lazaro in verschiedenen Offensivrollen bei der Hertha gesetzt und genießt das uneingeschränkte Vertrauen von Berlins Coach Pal Dardai. "Ich bin froh, dass ich ihn habe. Valentino ist ein Gewinnertyp. Er ist ein guter Typ, der seine eigene Meinung hat", unterstreicht der Ungar über den flexiblen Lazaro, der von den Bundesliga-Fans zum Rookie des Monats im März gewählt wurde. Seit der technisch beschlagene 21-Jährige als Stammkraft bei den Berlinern gesetzt ist, blüht er förmlich auf: Lazaro sammelte sechs seiner sieben Scorer-Punkte (zwei Tore, fünf Assists) seit dem 17. Spieltag und legte nach Nationalspieler Marvin Plattenhardt die meisten Tore bei der "Alten Dame" auf.

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Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Dauerbrenner und Allzweckwaffe: Beim VfB Stuttgart ist Benjamin Pavard nicht mehr wegzudenken. Der junge Franzose verpasste in dieser Bundesliga-Saison als einziger Feldspieler des VfB keine Minute – ligaweit als einer von vier Profis. Dabei wurde der robuste 22-Jährige vielseitig verwendet, er kam sowohl im Abwehrzentrum als auch in der Außenverteidigung und dem defensiven Mittelfeld zum Einsatz. "Ob ich rechts, links oder als Innenverteidiger spiele - für mich macht das keinen großen Unterschied. Zuallererst muss ein Abwehrspieler gut verteidigen", betont der Innenverteidiger, Rookie des Monats Februar, im "Goal.com"-Interview. Pavard hatte großen Anteil daran, dass die Stuttgarter nur 36 Gegentore kassierten. Rekord für einen Aufsteiger und nur die Bayern hatten am Ende weniger. Der Rechtsfuß fing von allen Stuttgartern die meisten gegnerischen Zuspiele ab (507) und wurde auch im Spielaufbau gesucht. Pavard war in dieser Bundesliga-Saison 2391 Mal am Ball – nur Kevin Vogt, Joshua Kimmich und Matthias Ginter öfter.

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Jadon Sancho (Borussia Dortmund)

Ein Wirbelwind für den Dortmunder Kader – das versprach sich der BVB im Sommer von der Verpflichtung des englischen Toptalents Jadon Sancho, der von Manchester City in den Ruhrpott wechselte. Das Versprechen konnte der mittlerweile 18-Jährige schon größtenteils einlösen: Sancho erzielte in der abgelaufenen Saison ein Tor und gab vier Torvorlagen – drei seiner fünf Scorer-Punkte sammelte er am 31. Spieltag bei seinem Gala-Auftritt gegen Leverkusen, als er neben zwei Vorlagen auch seinen Debüttreffer vor der "Gelben Wand" erzielen konnte. Kein Wunder, dass seine Statistiken die Qualitäten des jungen Engländers zeigen: Alle 137 Minuten war der Youngster an einem Treffer beteiligt (fast auf Reus-Niveau, der alle 134 Minuten ein Tor erzielte oder vorbereitet), seine vier Torvorlagen werden beim BVB nur von Pulisic (sechs) überboten. Fünfmal bereitete der Youngster eine Großchance für einen Mitspieler vor, auch hier konnte sich nur Pulisic öfter auszeichnen. Im Schnitt zog der 18-Jährige 36 Sprints pro Spiel an – Höchstwert beim BVB.

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Amine Harit (FC Schalke 04)

Die Herzen der Schalker Fans hat Amine Harit im Sturm erobert: Der Franzose mit marokkanischen Wurzeln, vor der Saison aus Nantes zu den Königsblauen gestoßen, überzeugte auf Anhieb und war ein wichtiger Faktor für die überraschend erfolgreiche Saison des Vizemeisters. Harit ist beweglich und schwer vom Ball zu trennen, dank seiner Dribbelstärke und Schnelligkeit gewann er für einen Offensivspieler gute 53 Prozent seiner Zweikämpfe. Kein Bundesliga-Spieler dribbelte in der abgelaufenen Saison so oft einen Gegenspieler aus wie Harit, der hier in 115 von 204 Dribblings erfolgreich war. "Ich bin wie eine Gazelle. Weil ich mich auf dem Spielfeld überall durchschlängele und an den Spielern vorbeirenne", sagte der Rookie des Monats Dezember dem "Sportbuzzer" lachend. Mit fairen Mitteln war Harit oft nur schwer zu stoppen und war gemeinsam mit Frankfurts Kevin Prince Boateng der meistgefoulte Spieler der Liga (94-mal) – alle 22 Minuten wurde er unfair gebremst.

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Fiete Arp (Hamburger SV)

Das HSV-Eigengewächs Fiete Arp gab sein Debüt am 30. September 2017 als Einwechselspieler im Derby gegen Werder Bremen und wurde damit zum ersten eingesetzten Bundesliga-Spieler, der 2000 geboren wurde. Bei seinem zweiten Einsatz am zehnten Spieltag gegen Hertha schrieb er dann Vereinsgeschichte: Arp traf mit seinem ersten Torschuss in der Eliteklasse ins Netz, wurde damit zum ersten 17-jährigen Bundesliga-Torschützen der langen HSV-Historie und zum jüngsten Torschützen der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit. Arp legte nach und traf auch am elften Spieltag gegen Stuttgart ins Tor – sensationell nachdem er zuvor zwei Gegenspieler ausgetanzt hatte. Arps Spielverständnis blitzte auch danach in der Bundesliga immer wieder auf und er agierte wahrlich wie ein echter Torjäger: Er war zwar nur sehr selten am Ball (28 Mal pro 90 Minuten), nutzte aber fast jede Gelegenheit zum Abschluss. Alle 49 Minuten gab er in der Eliteklasse einen Torschuss ab.

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Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt)

In vorderster Front ist er der Zielspieler der Frankfurter Eintracht: Sebastien Haller soll als Mittelstürmer der Hessen nicht nur für Tore sorgen, sondern auch Bälle erkämpfen und weiterleiten. Kaum verwunderlich, dass der Franzose, obwohl nicht immer Stammspieler, ligaweit die zweitmeisten Zweikämpfe und die drittmeisten Kopfballduelle bestritten hat. In guten 46 Prozent der Zweikämpfe setzte sich der robuste Haller, Rookie des Monats Oktober, durch, war ganz vorne bei der Eintracht die Anspielstation Nummer eins und rieb sich für sein Team auf. Doch auch vor dem Tor ist der 23-Jährige eine echte Waffe. Neun Tore erzielte Haller in seiner ersten Bundesliga-Saison – kein Rookie hat mehr auf dem Konto. Und wie wichtig waren die neun Saisontreffer des 1,90 Meter großen Sturmhünen für Frankfurt: Die Eintracht verlor nur bei den Bayern am 32. Spieltag, wenn er traf (ansonsten fünf Siege und drei Remis). Vier weitere Tore bereitete Haller vor, ohne seine 13 Scorer-Punkte hätte Frankfurt 15 Zähler weniger eingefahren.

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Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund)

Einen Blitzstart in seine Bundesliga-Karriere erlebte Dan-Axel Zagadou in diesem Sommer: Als Ergänzung für den BVB-Kader aus der Jugend von Paris St. Germain gekommen avancierte der junge Verteidiger zu Saisonstart zum Stammverteidiger in der Dortmunder Viererkette. Aushilfsweise sprang der 1,96 Meter große Abwehrhüne sogar als Linksverteidiger ein und überzeugte mit seiner Spielweise auf ganzer Linie. Zwar gewann der Linksfuß in dieser Bundesliga-Saison nur 54 Prozent seiner Bodenduelle, war dafür aber umso stärker in der Luft: Zagadou setzte sich bei 67 Prozent der Kopfballduelle durch. Auch im Passspiel war auf den Abwehrspieler Verlass, der fast 90 Prozent seiner Zuspiele an den Mann bringen konnte. Der Lohn für seine starken Leistungen am Anfang der Saison: Die bundesliga.de-User wählten Zagadou zum Rookie des Monats September. "Ich versuche, es so einfach wie möglich zu spielen. Ich versuche nicht Dinge zu machen, die ich nicht kann", erklärte Zagadou im BVB-Stadionmagazin.

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