Stuttgart - Nach der intensiven Trainingseinheit, an der bis auf Serdar Tasci, Daniel Didavi (wurden beide behandelt), Arthur Boka und Khalid Boulahrouz (beide absolvierten Lauftraining) alle Spieler teilnahmen, sprach Sportdirektor Fredi Bobic über die derzeitige Situation beim VfB, die Einstellung der Spieler und den kommenden Gegner Hannover 96.

Fredi Bobic über die derzeitige Situation: "Es kommt nur darauf an, irgendwie zu punkten. Dafür müssen wir alles tun und uns das Quäntchen Glück, dass zuletzt gefehlt hat, erarbeiten. Es ist momentan ein schmaler Grat zwischen Lob und Kritik. Den Spielern muss das Positive, beispielsweise aus dem Hoffenheim-Spiel, vor Augen geführt werden, und genauso muss an den Schwächen, wie zum Beispiel der Abschlusschwäche, gearbeitet werden. Im Training können sich die Spieler Selbstvertrauen holen. Die Stürmer, indem sie viele Tore schießen, und die Verteidiger, indem sie viele Zweikämpfe gewinnen. Ich bin ständig im Austausch mit den Spielern und dem Trainerteam und versuche zu helfen, wo ich kann."

...über die Trainingseinheit am Dienstag, die geprägt war von vielen Zweikämpfen, harten Duellen und großer Rivalität: "Dass die Spieler auch im Training aggressiv sind, ist gut, das muss so sein und ist völlig normal. Wir brauchen Spieler, die auch im Training Reizpunkte setzen, wie soll es sonst im Spiel sein, wenn es im Training schon nicht zur Sache geht. Ich kann in keinen reinschauen, aber ich habe absolut den Eindruck, dass jeder Einzelne den Kampf gegen den Abstieg angenommen hat."

...über Hannover 96: "Hannover spielt bislang eine fantastische Hinrunde, was vorher so keiner erwartet hatte. Sie gewinnen auch die engen Spiele und haben dadurch jetzt ein Riesenselbstbewusstsein entwickelt. Die Mannschaft lebt von ihrem Teamgeist, der sich durch die Erfolge natürlich noch vergrößert hat. Am Freitag sind sie gegen uns in der Favoritenrolle. Für mich ist Hannover die Überraschung schlechthin in der Bundesliga."