Der FC Bayern bleibt Spitzenreiter VfL Wolfsburg auf den Fersen. Beim 1:0-Erfolg über Arminia Bielefeld überzeugten die Münchner vor allem durch eine kämpferische Leistung.

Im Interview wertet Trainer Jürgen Klinsmann den Sieg und spricht über seine eigene Situation.

Frage: Jürgen Klinsmann, keine zwei Wochen nach dem 0:4-Debakel in Barcelona ist beim FC Bayern wieder etwas Ruhe eingekehrt. Glauben Sie wieder an den Titel?

Jürgen Klinsmann: Wir wandern auf einem schmalen Grat. Wir erleben eine Saison voller Ausfälle, immer wieder verletzen sich wichtige Spieler. Aber irgendwann kommt der Tag, an dem wir wieder ganz oben stehen. Und wenn es am 34. Spieltag ist.

Frage: Doch trotz des Sieges liegt Wolfsburg mit ihrem Vorgänger Felix Magath weiter mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze...

Klinsmann: Es sind noch 18 Punkte zu vergeben. Wir wollen fast die Maximal-Ausbeute holen, um früher oder später an ihnen vorbeizuziehen. Wir sind zufrieden, mit drei Punkten zurückreisen zu dürfen. Das war sehr wichtig, um an Wolfsburg dranzubleiben.

Frage: In den vergangenen Wochen wurde über Ihre Zukunft spekuliert. Belastet Sie diese Situation?

Klinsmann: Was alles diskutiert wird, ist eine externe Geschichte. Das interessiert mich nicht. Die Erwartung bei den Bayern ist, immer Deutscher Meister zu werden. Automatisch. Wir werden alles daran setzen, Wolfsburg abzufangen.

Frage: Uli Hoeneß und Sie haben an der Seitenlinie in Bielefeld mitgefiebert wie selten. War Ihnen klar, dass dieses Spiel ein Schicksalsspiel sein könnte?

Klinsmann: Das ist klar, der Uli und ich hätten die Kugel am liebsten selbst über die Linie gedrückt. Aber meine Mannschaft hat das super gemacht. Sie hat jetzt zwei Tage frei, das haben sich die Jungs mehr als verdient. Die Stimmung in der Kabine war bestens.