Armin veh will nach seiner Rückkehr nach Frankfurt neu durchstarten - © imago
Armin veh will nach seiner Rückkehr nach Frankfurt neu durchstarten - © imago
Bundesliga

Veh: "Ich bin ein Überzeugungstäter"

Frankfurt - Für Außenstehende war es durchaus eine große Überraschung als vor einigen Wochen bekannt wurde, dass Armin Veh nach nur einem Jahr zu Eintracht Frankfurt zurückkehren würde. Im Interview mit bundesliga.de spricht Veh über die durchaus folgerichtigen Gründe für seine Rückkehr und sein Selbstverständnis, über die Kaderplanung der Eintracht und über die Schwierigkeiten vieler Traditionsklubs.

"Pause um Akkus aufzutanken"

bundesliga.de: Herr Veh, im Mai 2014 haben Sie die Eintracht verlassen, im Juli die Arbeit beim VfB Stuttgart aufgenommen, dort im November aber bereits gekündigt und sind nun zurück in Frankfurt; haben die typischen Besserwisser Ihnen gesagt, dass Sie das einfacher hätten haben können?

Armin Veh: Ja, da ist was dran. Aber überlegen Sie doch mal: Wäre ich im vergangenen Sommer in Frankfurt geblieben, wäre das meine vierte Saison in Folge bei der Eintracht geworden. Ein Trainer - oder besser das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft - nutzt sich irgendwann aber ab. Vielleicht wäre ich dann in diesem Sommer gegangen, oder ich hätte gehen müssen. Da ist es doch besser jetzt einen Neuanfang zu machen und so vielleicht sogar auf fünf Jahre oder mehr zu kommen, sollte ich meinen Vertrag erfüllen können (lacht herzlich).

bundesliga.de: Das ist ja fast höhere Mathematik...

Veh: Stimmt (lacht)! Aber mal ernsthaft: Meine Absicht war es ursprünglich, nach drei Jahren eine Pause einzulegen, um die Akkus aufzutanken. Und das hätte ich auch getan, wäre nicht der VfB gekommen, zu dem ich nun einmal eine weit intensivere Verbindung habe als zu manch anderem Verein (Veh führte die Schwaben 2007 zur Meisterschaft; d Red.). Aber ich habe damals bereits unterbewusst gespürt, dass ich nicht so frisch war, wie es eigentlich notwendig gewesen wäre. Die Dinge sind dann bekanntlich nicht gut gelaufen für mich und den VfB, so dass ich eine Entscheidung treffen musste.

bundesliga.de: Die Entscheidung, den VfB schon nach dem 12. Spieltag wieder zu verlassen...

Veh: Ja. Denn ich bin ein Überzeugungstäter. Wenn ich von etwas absolut überzeugt bin, handele ich dementsprechend. Ich habe gespürt, dass ich dem VfB zu diesem Zeitpunkt nicht mehr helfen konnte. Also musste ich gehen.

"Das war mir zu wenig"

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