Köln - Der 1. FC Köln hat den Sprung auf Platz fünf ganz knapp verpasst. In der dritten Minute der Nachspielzeit kassierte die Geißbockelf noch den Ausgleich zum 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Der Kölner Kapitän Matthias Lehmann stellte sich nach dem Abpfiff zum Interview.

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Frage: Matthias Lehmann, wie sieht es nach dem späten Ausgleich der Hoffenheimer nun nach dem Spielende und dem 1:1-Unentschieden in Ihnen aus?

Matthias Lehmann: Das Ergebnis hätte glücklicher ausfallen können. Aber vom Einsatz und Engagement her war das unser bestes Spiel seit Wochen. Wir haben wirklich das Herz in die Hand genommen, wir waren aggressiv und sind marschiert. Wir haben nur versäumt, das zweite Tor zu machen. Am Ende fehlte uns die Power nach diesem sehr laufintensiven Spiel. Im Großen und Ganzen können wir aber stolz auf die Leistung sein, auch wenn es nicht zu drei Punkten gereicht hat und das bitter ist. Aber wegen dieser einen Minute am Ende sollte man nicht das ganze Spiel negativ sehen, weil wir eine klare Steigerung gegenüber den letzten Wochen gesehen haben. Es war ein Schritt in die richtige Richtung.

Frage: Worauf führen Sie das Gegentor zurück? War die Mannschaft am Ende nervös oder der Gegner einfach abgezockt?

Lehmann: Weder noch. Es war ein langer Ball in die Mitte. Dann heißt es Kopf oder Zahl. Das Quäntchen Glück ist im Moment nicht ganz so bei uns. Das müssen wir akzeptieren. Es war ein Gestocher im Strafraum, Yuya (Osako, die Red.) trifft den Ball nicht richtig und rutscht weg. Aber das kann passieren, da gibt es keinen Vorwurf. Es war einfach Pech, weil ich glaube, dass wir den Sieg verdient gehabt hätten. Wir nehmen jetzt das Gute aus dem Spiel mit. Wir haben teilweise gute Ballstafetten gezeigt. Das Tor war zum Beispiel super herausgespielt.

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Frage: Mit was für einem Gefühl gehen Sie in die noch ausstehenden Partien dieser Saison?

Lehmann: Wie gesagt, wir können stolz sein auf die Leistung, auch wenn nicht alles geklappt hat. Wir sind teilweise auch ein bisschen wild drauf gegangen. Aber wir wollten das Publikum mitnehmen und marschieren. Das ist uns ganz gut gelungen.

Frage: Was sagen Sie zum jungen Mann hinten rechts? Ist Lukas Klünter die Entdeckung der letzten Wochen?

Lehmann: Ja, "Klünti" hat schon ein paar Raketen am Start. Wenn der mal anzieht, wird es gefährlich. Das hat man bei unserem Tor gesehen. Er marschiert, er haut sich rein und verdient sich, im Moment zu spielen. Er kann stolz auf seine Leistung sein, ganz klar.

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Frage: Was bedeutet der Punkt für den Endspurt in der Saison im Kampf um Platz sechs?

Lehmann: Für uns war es nach den letzten beiden Spielen wichtig, dass wir punkten. Wir wollten drei Punkte holen, das war zu sehen. Der unbedingte Wille war da. Drei Punkte waren auch möglich, am Ende wurde es einer. Aber ein Punkt ist auch besser als keiner. Das gibt uns ein gutes Gefühl, weil wir wissen, dass wir einiges richtig gemacht haben. Wir können jetzt abwarten, was am Wochenende noch passiert.

Frage: Ist diese Leistung nun auch der Anspruch und die Messlatte für das kommende Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund?

Lehmann: Ja, auf jeden Fall.

Aus Köln berichtet Tobias Gonscherowski

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