Seit dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammkeeper Michael Rensing ist Lars Unnerstall die Nummer 1 im Tor von Fortuna Düsseldorf. In den letzten sechs Spielen vor der Winterpause hütete er den Kasten der Flingerer, in zwei der letzten drei Partien hielt er die Null. Im Interview mit bundesliga.de spricht der 24-Jährige über die zurückliegenden Monate und die sportliche Situation.

bundesliga.de: Lars Unnerstall, das letzte Punktspiel vor der Winterpause wurde gegen Union Berlin mit 1:0 gewonnen. Was haben Sie aus der Partie mitgenommen?

Lars Unnerstall: Das war ein guter Jahresabschluss für uns. Mit einem Sieg geht man gerne in die Winterpause.

bundesliga.de: Wie fällt Ihr Fazit nach den 19 Spieltagen dieser Saison vor der Pause aus?

Unnerstall: Wir haben eine gute Hinserie mit ein paar Hochs und Tiefs gespielt. So ist der Fußball. Jetzt freuen wir uns alle auf die Rückrunde.

bundesliga.de: Für Sie persönlich ist es in den letzten Wochen auch nicht so schlecht gelaufen. Sie kamen auf Ihre Einsätze im Fortuna-Tor. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Bilanz?

Unnerstall: Ich bin froh, wieder spielen zu können und ein paar Spiele gemacht zu haben. So kann ich positiv ins Jahr 2015 gucken.

bundesliga.de: Fortuna hat in den letzten Monaten vor allem daheim so manchen Punkt liegen lassen. Wie lässt sich die Ausbeute in der Rückrunde verbessern?

Unnerstall: Wir wollen natürlich Zuhause öfter Punkte mitnehmen und Spiele gewinnen als in der Hinrunde. Das ist unser Ziel. Es hat richtig Spaß gemacht, nach dem letzten Heimsieg mit den Fans zu feiern.

bundesliga.de: Fortuna ist nach dem 1. FC Kaiserslautern die Mannschaft mit dem meisten Ballbesitz in der 2. Bundesliga. Das schlägt sich aber noch nicht so in den Ergebnissen wider. Worin liegt das Problem?

Unnerstall: Im letzten Spiel war jetzt der Platz nicht in bestem Zustand. Dann hat man als Sechser, wenn man mit dem Rücken zum Spiel den Ball bekommt, auch etwas Mühe sich zu drehen. Die Bälle lassen sich nicht so leicht verarbeiten. Vielleicht müssen wir unter solchen Bedingungen dann häufiger mit langen Bällen agieren. Bei den winterlichen Bodenverhältnissen ist es nicht immer möglich, den Ball laufen zu lassen und Kombinationsfußball zu spielen.

bundesliga.de: Wie gut tut es Ihnen, jetzt in der Winterpause einmal zwei Wochen zu relaxen und nicht an Fußball zu denken?

Unnerstall: Jeder Spieler ist nach der langen Hinserie froh, dass jetzt Urlaub ist. Man kann mal zwei Wochen runterkommen. Der eine oder andere ist auch mal froh, die anderen Gesichter einmal nicht zu sehen. Es ist schon Abstand zu gewinnen und Zeit für die Familie zu haben. Ich habe Weihnachten bei meinem Vater in großer Runde mit vielen Familienmitgliedern gefeiert.

bundesliga.de: Bis zum nächsten Punktspiel in Karlsruhe sind es sieben Wochen, eine lange Zeit. Wie überbrücken Sie die?

Unnerstall: Wir werden ins Trainingslager fahren, vernünftig arbeiten und uns gut auf die restlichen 15 Spiele vorbereiten.

bundesliga.de: Was haben Sie sich für 2015 vorgenommen?

Unnerstall: Ich wünsche mir für die Fortuna viel Erfolg und hoffe für mich persönlich, dass ich gesund und verletzungsfrei bleibe.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski