Hamburg - Gegen den VfB Stuttgart erwischte der Hamburger SV einen gebrauchten Tag. Beim 0:1 gegen die Schwaben machte auch der sonst so sicher agierende Abwehrchef Johan Djourou keine glückliche Figur. Gewann er am vergangenen Wochenende beim torlosen Remis in Freiburg noch 90 Prozent seiner Zweikämpfe, so blieb Djourou dieses Mal nur in gut der Hälfte aller Duelle der Sieger.

Nach dem Schlusspfiff stand der sichtlich enttäuschte Schweizer in der Imtech Arena dennoch tapfer Frage und Antwort. Er analysierte die Niederlage gegen die Stuttgarter, deckte die derzeitigen Probleme des HSV auf und machte Mut, für den nächsten Auftritt in der Bundesliga beim FC Schalke 04.

Frage: Herr Djourou, wie bewerten Sie die Partie gegen den VfB?

Johan Djourou: Wir haben eigentlich gut angefangen und gegen eine starke Stuttgarter Mannschaft ordentlich gespielt. Aber dann kassieren wir ein unglückliches Gegentor durch einen Konter. In der zweiten Halbzeit spielen wir in Überzahl mit zu wenig Selbstvertrauen vor dem Tor. Das müssen wir besser machen. Da haben wir einfach zu wenige Möglichkeiten herausgespielt.

Frage: Der HSV hat erst neun Tore erzielt. Woran liegt es, dass in der Offensive der Knoten nicht platzen will?

Djourou: Der letzte Pass kommt einfach nicht an. Das muss in so einem Spiel einfach funktionieren, sonst kann man nicht gewinnen. Und das ist uns nicht gelungen.

Frage: Wirft diese Niederlage den HSV nach dem Aufschwung der vergangenen Wochen zurück?

Djourou: Das ist schon ein Rückschritt. Gegen den VfB war leider wieder so ein schlechtes Spiel. Aber so ist der Fußball. Einen Tag ist man oben auf, den anderen läuft es nicht so gut. Aber in der Mannschaft haben wir weiter großes Selbstvertrauen.

Frage: Zum Hinrunden-Abschluss geht es zum FC Schalke 04. Keine leichte Aufgabe. Was ist da für den HSV drin?

Djourou: Wir müssen jetzt positiv bleiben. Im Fußball ist viel möglich, also auch für uns auf Schalke.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis