Belek - Mit sechs Treffern stand Franco Di Santo nach dem 11. Spieltag an der Spitze der Bundesliga-Torschützenliste. Dann wurde er von einem Außenbandriss im Knie gestoppt und musste die letzten sechs Partien der Hinrunde von der Tribüne aus verfolgen.

In Belek bereitet sich der 25-Jährige mit dem SV Werder Bremen auf die Rückrunde vor. Mit jeder Menge Einsatz kämpft sich Di Santo zurück Richtung Comeback und hofft darauf, in der zweiten Hälfte der Saison wieder für Werder stürmen zu können. "Grundsätzlich arbeite ich an meinem Comeback wie alle anderen Verletzten auch, allerdings mit einigen spezifischen Übungen, die nicht nur gut für die Stabilität des Knies, sondern auch für die gesamte Zone mit sämtlichen Muskeln drumherum sind", äußert sich der Argentinier auf der Homepage der Bremer.

Positive Einstellung und Fannähe als Rezept

Trotz seiner Verletzung zeigt sich Franco Di Santo stets gut gelaunt. Über soziale Netzwerke, wie beispielsweise seinen Twitter-Kanal, hält er seine Fans sowohl sportlich, als auch privat auf dem Laufenden. Auch dort zeigt er sich mit einer positiven Lebenseinstellung. "Die meiste Zeit meines Lebens bin ich sehr positiv, versuche nach vorne zu schauen und das Beste aus der Situation zu machen. Diesen Optimismus möchte ich auch den Fans zeigen", äußert sich Di Santo.

Die Werder-Fans warten bereits sehnsüchtig auf die Rückkehr des Stürmers. Wann der 25-Jährige wieder mit voller Belastung mittrainieren wird, kann Di Santo allerdings noch nicht genau sagen. "Als Spieler fühlt sich das natürlich schön an, wenn die Fans mir zeigen, dass sie mich mögen und auf meine Rückkehr hoffen. Ich bin sehr glücklich darüber. Das ist der Grund, warum ich immer mein Bestes gebe. Ich weiß leider noch nicht genau, wann es so weit sein wird, denn ich brauche die Zeit, um zu genesen und zu sehen, wie mein Knie reagiert. Ich hoffe aber, dass ich in ein oder zwei Wochen wieder dabei bin."

Harte Arbeit für das Comeback

Über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel hat Di Santo seine Familie in Argentinien besucht. Doch auch in der trainingsfreien Zeit hat sich der Stürmer fokussiert auf seine Rückkehr vorbereitet. Er gibt alles für sein Comeback. "Ich hatte eigentlich keinen Tag so richtig frei. Jeden Morgen habe ich mein Programm absolviert, um so schnell wie möglich wieder einsteigen zu können. Was aber nicht heißen soll, dass ich die Zeit nicht genossen hätte. Ich war bei meiner Familie in Argentinien und hatte jede Menge Spaß", so Di Santo.

Die Zwangspause durch die Knie-Verletzung war und ist für den 25-Jährigen nicht einfach. Stolz auf die Leistung seiner Teamkollegen ist er trotzdem. „Ich hatte das Gefühl, viel nervöser zu sein, als wenn ich selbst hätte spielen dürfen. Man betrachtet die Partie aus einer anderen Perspektive und sieht einige Dinge, die man auf dem Rasen überhaupt nicht wahrnimmt. Das war schwierig, aber die Jungs haben es gut gemacht und mit Dortmund eines der besten Teams der Liga geschlagen."

Bis zum 14. Januar bereitet sich der SV Werder Bremen in Belek auf den zweiten Teil der Saison vor. Am 01. Februar startet das Team von Viktor Skripnik mit einem Heimspiel gegen Hertha BSC in die Rückrunde.