Köln – Cheyenne Loch (20) ist eine von bisher 319 Sportlern und Sportlerinnen, die über das Nachwuchseliteprogramm der Deutschen Sporthilfe durch die Bundesliga-Stiftung gefördert wurden. Beim Supercup wird die Deutsche Meisterin im Snowboard-Parallelslalom zusammen mit den Spielern ins Stadion einlaufen und die Kooperation von Bundesliga-Stiftung und Deutscher Sporthilfe präsentieren.

Infografik: Meilensteine der Partnerschaft von Profi-Fußball und Deutscher Sporthilfe

bundesliga.de: Frau Loch, Sie sind Deutsche Meisterin im Snowboard-Parallelslalom. Wie groß ist der Trainingsaufwand, den Sie für Ihren Sport täglich betreiben müssen?

Cheyenne Loch: Ich trainiere an sechs Tagen pro Woche täglich zwei Mal, also etwa vier Stunden am Tag. Im Sommer steht viel Kraft- und Konditionstraining an, im Winter sind wir vormittags im Schnee, danach im Kraftraum. Da trainieren wir dann in der Schweiz, in Skandinavien oder in Bayern in den Bergen.

bundesliga.de: Wie finanzieren Sie die vielen Reisen zu Trainings- und Wettkampfstätten?

Loch: Teilweise bezahlt der Snowboardverband die Reisen und Unterkünfte, teilweise müssen wir das aber auch selbst bezahlen. Ich bin sehr froh, dass ich von der Bundespolizei und von der Deutschen Sporthilfe sowie der Bundesliga-Stiftung unterstützt werde. Es sind ja nicht nur die Reisen, auch die Trainingsgeräte, Turnschuhe, Sportklamotten für den Sommer müssen wir selbst finanzieren. Nur für meine Snowboards habe ich einen Sponsor. Ohne die Unterstützung der Sporthilfe und Bundesliga ginge das alles nicht – es sei denn, die Eltern haben viel Geld.

bundesliga.de: Lässt sich Ihr Sport mit einer beruflichen Karriere vereinbaren?

Loch: Ich mache seit 2012 eine Ausbildung bei der Bundespolizei, bei der eine duale Karriere angeboten wird. Vier Monate im Jahr laufen die Schulungen, acht Monate lang kann ich mich voll auf den Sport konzentrieren. Mit den ganzen Reisen geht das auch kaum anders. Nächstes Jahr werde ich dann Polizeimeisterin.

bundesliga.de: Kann man denn im Snowboard durch Prämien, etc. Geld verdienen?

Loch: Wegen finanzieller Anreize kann man unsern Sport nicht machen. Freestyle-Snowboarder bekommen Geld von Sponsoren, beim Alpin-Snowboard gibt es das nicht. Wir machen das, weil wir Spaß dran haben und dem Sport verbunden sind.

bundesliga.de: Am Samstag tragen Sie als Repräsentantin der Deutschen Sporthilfe beim Supercup einen der drei Trophäen ins Stadion. Wie groß ist die Vorfreude?

Loch: Es freut mich schon sehr, dass ich diese Gelegenheit erhalte. Vor ausverkaufter Kulisse in ein solches Stadion bei dieser Stimmung einzulaufen, gibt es in meiner Sportart nicht. Überhaupt war ich noch nie bei einem so großen Spiel im Stadion. Aber ich schaue alle wichtigen Spieler meiner Bayern im Fernsehen.

Spitzensport verbindet - Supercup im Zeichen der Sporthilfe-Partnerschaft