München - Fünf Bundesligisten testen am Sonntagnachmittag ihre Form - und allesamt treffen sie auf internationale Gegner. bundesliga.de hat die Ergebnisse im Überblick.

FC Groningen - Hamburger SV 0:4 (0:1)

In einem schwungvollen Spiel zwischen Gastgeber FC Groningen und dem HSV konnten sich die Hamburger deutlich mit 4:0 durchsetzen. Insgesamt 500 HSV-Fans nutzten die Gelegenheit und folgten Ihrem Team zum Ligafünften der Eredivisie (Saison 2010/2011).

Trotz hochkarätiger Chancen, wie Petric' Doppelchance in der 13. Minute und auf der anderen Seite eine Riesenchance von Groningen, die durch eine klasse Parade von Drobny entschärft wurde (15.), fiel der erste Treffer erst nach einem kapitalen Aussetzer vom 20-jährigen Kappelhof. Sein Abwehrversuch landete am eigenen Pfosten und prallte Diekmeier direkt vor die Füße, der sich die Chance nicht entgehen ließ und zum 1:0 traf (21.) Es blieb zur Halbzeit beim 1:0 für Hamburg.

In der zweiten Spielhälfte legte der HSV defensiv deutlich zu. Mehrere hochklassige Torchancen vergingen, ehe sich Petric und Son auf die Vorentscheidung verständigten. Petric kam in der 60. Minute über links und legte mustergültig auf den einschussbereiten Son auf - 2:0 für den HSV. Son revanchierte sich unmittelbar bei Petric. Dieses Mal kam Son von halblinker Position und bediente den freigelaufenen Petric, der kaltschnäuzig zum 3:0 vollstreckte (61.). Kaum eingewechselt konnte Marcell Jansen nach wenigen Sekunden einen Eckball nordisch kühl zum 4:0 verwerten (65.). Im weiteren Verlauf sprangen für die Gastgeber und die Hamburger noch weitere Chancen heraus ( 71./79.), es bleib aber beim 4:0 für den HSV.

Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Aogo (82. Sternberg) - Kacar (75. Nagy), Tesche (65. Jarolim) - Töre, Son (74. Besic), Elia - Petric (65. Jansen).

Tore: 1:0 Diekmeier (21.), 2:0 Son (60.), 3:0 Petric (61.), 4:0 Jansen (65.)


1899 Hoffenheim - Racing Santander 3:2 (1:0)

Die Generalprobe von 1899 Hoffenheim vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal gegen Germania Windeck ist geglückt. Im Rahmen des großen Fan- und Familientages besiegte das Team den spanischen Erstligisten Racing Santander mit 3:2.

Die Zuschauer in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena mussten für den ersten Treffer bis zu 21. Minute warten, denn die Spanier standen äußerst kompakt im 4-4-2 und machten die Räume geschickt eng. So musste auch bei 1899 eine Standardsituation her. Andreas Beck flankte im Anschluss an eine Ecke an den Fünfer, Isaac Vorsah verpasste und irritierte die spanische Defensive und Marvin Compper schob aus kurzer Distanz ein (21.).

Hoffenheim kam schwungvoll aus der Pause, was die Spanier zu vielen Foulspielen rund um den eigenen Strafraum zwang. Die Gäste verlagerten sich ausschließlich aufs Kontern und spielten nicht mehr mit letzter Konsequenz nach vorne. Das 2:1 für Hoffenheim markierte der eingewechselte Prince Tagoe. Knapp zehn Minuten vor Schluss sorgte die Kraichgauelf schließlich für die Entscheidung. Ein Traumpass von Roberto Firmino auf Peniel Mlapa brachte diesen auf der rechten Außenbahn alleine vors Tor. Seinen Schuss fälschten gleich zwei Abwehrspieler von Santander unhaltbar ab - all das in der 81. Minute. Santander betrieb in den letzten zehn Minuten Ergebniskosmetik. Javier Martinez überwand Starke per Heber.

Hoffenheim: Starke - Beck (Raitala, 68.), Vorsah, Compper (Simunic, 46.), Johnson - Weis (Mlapa, 46.), Rudy - Obasi (Tagoe, 68.), Salihovic (Zuculini, 68.), Babel (Firmino, 46.) - Schipplock (Ibisevic, 46.)

Tore: 1:0 Compper (21.), 1:1, 2:1 Tagoe (69.), 3:1 Mlapa (81.), 3:2 Martinez


Hannover 96 - Olympique Lyon 0:0

Hannover 96 hat sich beim "Summer of Champions"-Spiel vom französischen Spitzenclub Olympique Lyon leistungsgerecht mit 0:0 getrennt. Etwa 15.000 Fans verfolgten die Generalprobe der "Roten" vor dem DFB-Pokalspiel am kommenden Sonntag gegen Wismar.

Hannover 96 hat sich beim "Summer of Champions"-Spiel vom französischen Spitzenklub Olympique Lyon leistungsgerecht mit 0:0 getrennt. Etwa 17.000 Fans verfolgten die Generalprobe der "Roten" vor dem DFB-Pokalspiel am kommenden Sonntag gegen Wismar.

Zu Beginn der Partie fanden die Franzosen etwas schneller ins Spiel als der Gastgeber. Bereits in der 4. Minute war Keeper Ron-Robert Zieler nach einem Schuss von Jimmy Briand zum ersten Mal gefordert - für die Nummer 1 aber kein Problem. Die Lyoner behielten das Tempo weiterhin bei. In der 15. Minute dann die erste große Chance für 96: Sergio Pinto versuchte es mit einem Distanzschuss, verzog jedoch deutlich über den Kasten von Olympique-Keeper Hugo Lloris. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit legten die Roten etwas an Tempo zu, auf eindeutige Chancen warteten die Zuschauer jedoch auf beiden Seiten vergebens.

Die zweiten 45 Minuten begannen wie die ersten aufgehört hatten: Mit guten Szenen auf beiden Seiten. Während Gomis nach starkem Pass von Gonalons im Abseits stand (52.), scheiterte Rausch direkt im Anschluss in Lyoner Strafraum. Auch in der Schlussphase blieb es bei einer überwiegend ausgeglichenen Partie, die letztlich zu Recht mit einem 0:0 endete. Insgesamt bewiesen die 96er in der Generalprobe gegen den französischen Topclub Olympique Lyon, dass sie auch gegen europäische Größen mithalten können.

Hannover: Zieler - Chahed (67. Eggimann), Haggui, Pogatetz, Christian Schulz (46. Pander) - Pinto (46. Hauger), Schmiedebach (67. Lala), Stindl, Rausch (79. Aycicek) - Abdellaoue, Schlaudraff (46. Stoppelkamp)


SC Freiburg - FC Luzern 2:1 (0:1) (Turnier in Bahlingen)

Der neue Cheftrainer des SC Freiburg, Marcus Sorg, darf sich über den ersten Pokal in seiner Ära freuen. Nach dem 4:1 (1:1) gegen Rot-Weiss Essen am Samstag gewann der SC Freiburg am Sonntag auch gegen den Schweizer Erstligisten FC Luzern 2:1 (0:1) - und damit auch den Kaiserstuhl-Cup 2011 in Bahlingen. Garra Dembele (54.) und Papiss Cisse (63.) trafen nach frühem Rückstand nach der Pause für den SC.

Nach dem achten Sieg im neunten und letzten Testspiel dürfte sich zumindest gezeigt haben: der SC verfügt auch in dieser Saison über einen qualitativ breiten Kader mit ausreichend Alternativen auf verschiedenen Positionen. Eine kleine Gemeinsamkeit verband die letzten drei Vorbereitungsspiele: die Mannschaft kam eher schleppend in Fahrt und geriet jeweils früh in Rückstand. Gegen den vom früheren Bundesliga-Profi Murat Yakin trainierten FC Luzern, sagte SC-Trainer Marcus Sorg, habe dies auch daran gelegen, dass der Gegner "hervorragenden Kombinationsfußball gezeigt hat und wir etwas zu tief standen".

In der zweiten Halbzeit änderte sich das. Freiburg griff jetzt früher an, spielte wesentlich konsequenter, fand zudem zu einem besseren Kombinationsspiel und wurde zügig belohnt. Nach einem Angriff schoss Garra Dembele (54.) im dritten Versuch, dem dazu ein abgeblockter Schuss von Cisse vorausgegangen war, zum Ausgleich ein. Außerdem trägt das Trikot mit der Nummer 9 beim SC nach wie vor Papiss Cisse, was eine gewisse Torgarantie beinhaltet. Nach einer guten Stunde war es allerdings zunächst wieder Daniel Caligiuri, der ein effektives Dribbling gestartet hatte, seinen von Torwart Wüthrich abgewehrten Ball köpfte Cisse (63.) dann schon zum Riegeler-Pokal- Gewinner-Tor ein.

Freiburg: Baumann - Mujdza, Ferati, Barth, Williams - Schuster - Abdessadki, Makiadi, Caligiuri - Dembele (85. Brandstetter), Cisse

Tore: 0:1 Winter (6.), 1:1 Dembele (54.), 2:1 Cisse (63.)


VfL Wolfsburg - Villarreal C.F. 2:2 (0:1)

Der VfL Wolfsburg musste sich bei seiner offiziellen Saisoneröffnung im Testspiel gegen den Villarreal C.F. mit einem 2:2 (0:1)-Remis zufrieden geben. Für den VfL trafen nach 0:2-Rückstand Mario Mandzukic (51.) und Srdjan Lakic (80.).

Über 13.000 Fans waren ins Stadion gekommen, um den Auftritt der "Grün-Weißen" live zu erleben, die sich gut präsentierten. Wie aus dem Nichts fiel jedoch die Führung der Spanier. Einen Moment passte die Abwehrkette nicht auf und schon erreichte ein gelungener Pass Javier Camunas, der von halblinks an Diego Benaglio vorbei zum 1:0 einschob (31.).

Nach dem Seitenwechsel machte der VfL gleich Tempo, doch wieder sollten die Gäste den Treffer markieren. In der 47. Spielminute setzte sich der eingewechselte Ruben gegen Ochs durch, bediente Guiseppe Rossi mustergültig, sodass dieser den Ball zum 2:0 nur noch einschieben musste (47.) Jetzt hatten die Wölfe gleich die Antwort: Mandzukic lief allein auf den Torwart zu und vollendete mit seinem Flachschuss zum 1:2 (51.). Das war der verdiente Anschlusstreffer. Kurz vor Schluss war es dann Lakic, der den Keeper zum 2:2-Ausgleich (80) überwand. Ein verdientes Ergebnis und fast etwas schmeichelhaft für Villarreal, das bis auf die beiden Chancen zum jeweiligen Torerfolg keine nennenswerten Möglichkeiten hatte.

Wolfsburg: Benaglio - Ochs, Kjaer, Russ, Schäfer - Hasebe, Josue, Salihamidzic (65. Dejagah) - Koo (65. Koo) - Lakic, Mandzukic

Tore: 1:0 Camunas (31.), 2:0 Rossi (47.), 2:1 Mandzukic (51.), 2:2 Lakic (80.)