Köln - "You have to win Zweikampf", war einst das Motto des bayrischen Titelhamsters Bixente Lizarazu. Eine Aussage, die es bis aufs Cover des 2006 erschienenen Albums der Sportfreunde Stiller schaffte. Das Erfolgsrezept des Linksverteidigers ist so einfach wie effektiv - und besitzt auch im heutigen Fußball noch seine Gültigkeit. Wir haben die OBM-Daten durchforstet und verraten euch, welche Akteure ihr Spiel ganz im Sinne des kleinen Franzosen gestalten.

In der Viererkette gehört Zweikampfstärke auf jeder Position zur Kernkompetenz, auch wenn die Innenverteidiger ihren Kollegen auf den Außenbahnen zumeist statistisch im Vorteil sind. So sind die fünf zweikampfstärksten Spieler im OBM allesamt zentrale Verteidiger. Angeführt wird die Riege der eisenharten Abwehrrecken von Bayerns Jerome Boateng. Der deutsche Nationalverteidiger hat sich herausragend entwickelt und das spiegelt sich auch im OBM wider. 58,4 Prozent seiner Zweikämpfe im OBM gewann der Triple-Sieger.

Zwei Bayern-Verteidiger unter den Top 5



Hinter Boateng reiht sich mit Ömer Toprak ein Defensivspezialist des Verfolgers aus Leverkusen ein. Der türkische Nationalspieler bringt es auf eine beachtliche Zweikampfquote von 58,2 Prozent. Es folgen der Dortmunder Mats Hummels (57,5 Prozent), der Schalker Benedikt Höwedes (57,4 Prozent) und Boatengs Mannschaftskollege Dante (ebenfalls 57,4 Prozent). An diesen Abwehrspielern führte in dieser OBM-Saison fast kein Weg vorbei.

Der moderne Sechser soll gleichzeitig den Spielaufbau seiner Mannschaft vorantreiben sowie gegnerische Angriffe mit Zweikampfhärte und guter Antizipationsfähigkeit bereits im Keim ersticken. Die Zeiten des fußballerisch eher limitierten Abräumers sind vorbei. Die Zweikämpfe sollten natürlich dennoch gewonnen werden. Am besten gelang dies im OBM bisher dem Leverkusener Stefan Reinartz, der imposante 55,2 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entschied.

Leverkusener Dominanz im Mittelfeld



Teamkollege Gonzalo Castro folgt mit 54,0 Prozent auf dem 2. Platz. Frankfurts Juwel Sebastian Rode komplettiert mit einer Zweikampfquote von 52,2 Prozent das Spitzentrio im Mittelfeld. Mit Leverkusens Lars Bender (52,0 Prozent) und Dortmunds Nuri Sahin (51,8 Prozent) folgen zwei Nationalspieler auf den Rängen 4 und 5. Auffällig ist die Dominanz der Leverkusener Akteure, die im Mittelfeld gleich über drei Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten im Duell Mann gegen Mann verfügen. Mit Javi Martinez liegt der beste Akteur des FC Bayern in dieser Kategorie mit 51,6 Prozent hingegen "nur" auf dem 6. Platz.

"Die Verteidigung fängt schon im Angriff an" - mit diesem Satz versuchen Bundesliga-Trainer nach einer Partie mit vielen Gegentoren häufig, ihre Defensive aus der Schusslinie zu nehmen. Und natürlich helfen engagierte und robuste Stürmer mit ihrem Arbeitspensum, die defensiven Kollegen zu entlasten. Tore bleiben der Maßstab, nach dem Angreifer gemessen werden, aber der eine oder andere gewonnene Zweikampf schadet auch nicht. Auch im OBM vereint Stefan Kießling diese beiden Attribute so gut wie kein anderer Offensivspieler aus der Bundesliga. 51,1 Prozent der direkten Duelle gewann Leverkusens Torjäger vom Dienst.

Ein Trio für Lizarazu



Neben Kießling kann allein Bayerns Sturmveteran Claudio Pizarro im OBM eine positive Zweikampfbilanz vorweisen. In 50,1 Prozent der Fälle konnte sich der Peruaner durchsetzen. Max Kruse (Borussia Mönchengladbach, 49,8 Prozent), Adrian Ramos (Hertha BSC, 49,3 Prozent) und Mame Diouf (Hannover 96, 49,2 Prozent) reihen sich hinter dem erfahrenen Spitzenduo ein. Eins scheint nach der Betrachtung der OBM-Daten klar: Boateng, Reinartz und Kießling würde Bixente Lizarazu ganz bestimmt für sein OBM-Team verpflichten.

OBM-Redaktion


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