Im September 2008 musste Valerien Ismael seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Die Folgen eines Schien- und Wadenbeinbruchs zwangen den französischen Verteidiger zum Karriereende. Im Interview mit bundesliga.de verrät Ismael, welche Laufbahn er nun einschlagen will.

Um Hannover 96, wo Ismael zurzeit ein Praktikum absolviert, macht er sich nach dem verpatzten Saisonstart große Sorgen.

bundesliga.de: Herr Ismael, wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus?

Valerien Ismael: Momentan absolviere ich ein Praktikum in der Geschäftstelle von Hannover 96. Ich lerne gerade, wie ein Fußballclub funktioniert. Vor allem das Management interessiert mich.

bundesliga.de: Das heißt, es zieht Sie eher auf die Sportdirektor-Schiene als auf die Trainerbank…

Ismael: Genau. Ich merke immer mehr, dass das mein Weg ist. Ich fühle mich wohl dabei, auf dieser Ebene Entscheidungen zu treffen.

bundesliga.de: Wann sehen wir Sie bei einem Bundesligaclub in der Verantwortung? Haben Sie einen persönlichen Zeitplan?

Ismael: Nein, den habe ich nicht. Ich bin jetzt erst einmal hier, um zu lernen. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass ich spätestens in drei, vier Jahren bei einem Verein die sportliche Verantwortung übernehmen kann.

bundesliga.de: Wie sehen Sie die sportliche Zukunft von Hannover nach dem Pokal-Aus und der Auftaktniederlage in Berlin?

Ismael: In erster Linie müssen wir jetzt drei Punkte gegen Mainz holen, sonst könnte es sehr unangenehm werden. Aber trotz der beiden Auftaktniederlagen können wir immer noch die Kurve kriegen und ein bisschen Ruhe reinbekommen.

bundesliga.de: Kann Neuzugang Didier Konan helfen, 96 wieder in die Spur zu führen?

Ismael: Er ist ein kleiner, aber sehr schneller Stürmer. Ich kann mir vorstellen, dass er Hannover helfen kann, wenn er sich gut integriert

Das Gespräche führte Johannes Fischer