Piotr Trochowski war beim 3:1-Erfolg des Hamburger SV gegen Manchester City der beste Mann auf dem Platz.

Er kurbelte das Spiel an, trat fast jeden ruhenden Ball für die "Rothosen" und trug sich mit seinem Treffer zum 2:1 auch noch in die Torschützenliste ein.

Im bundesliga.de-Interview analysiert er das Spiel gegen die Engländer, bewertet die Chancen aufs Weiterkommen und wagt einen Ausblick auf die Zukunft des HSV im Saisonfinale.

bundesliga.de: Wie bewerten Sie das 3:1 gegen Manchester City?

Piotr Trochowski: Eigentlich ist es ein sehr gutes Ergebnis. Aber in Manchester müssen wir von Beginn an hellwach sein und dürfen nicht wieder so ein frühes Gegentor kassieren. Denn vor heimischem Publikum ist Manchester City wesentlich stärker.

bundesliga.de: Sie hatten den Gegner fast über die gesamten 90 Minuten im Griff. Hätten Sie sich das so einfach vorgestellt.

Trochowski: Nein, aber wir haben heute genauso gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Im Mittelfeld haben wir den Ball schnell laufen lassen, um dann im richtigen Moment in die Schnittstellen zu spielen. Da hatte Manchester sehr viele Schwierigkeiten. Wir haben es leider versäumt, das ein oder andere Tor mehr zu schießen.

bundesliga.de: Sie haben per Strafstoß zum 2:1 getroffen. Haben Sie sich vor dem Spiel Informationen über ManCity-Torwart Shay Given eingeholt, der ja als Spezialist beim Elfmeter gilt?

Trochowski: Ich wusste gar nicht, dass er ein Elfmeterkiller ist. Ich bin einfach angelaufen und habe geschossen.

bundesliga.de: Es geht Schlag auf Schlag: Am Sonntag muss der HSV bei den aufstrebenden Stuttgartern antreten. Keine leichte Aufgabe.

Trochowski: Nein, denn der VfB ist sehr heimstark. Wir müssen jetzt schnell regenerieren, Kraft sammeln und uns in Stuttgart clever anstellen. Denn dort werden wir sicherlich nicht so viele Chancen bekommen, wie gegen Manchester.

bundesliga.de: Der HSV tanzt immer noch auf drei Hochzeiten: Was ist da noch alles zu erwarten?

Trochowski: In dieser Saison ist einiges drin. Wenn wir uns auf das besinnen, was wir können, und unsere Aufgaben erfüllen, dann müssen wir vor keinem Gegner Angst haben.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis