Am 19. Mai 2007 bestritt er zuletzt eine Bundesligapartie, damals noch im Trikot des FC Bayern München.

Beim 5:2-Sieg des FCB gegen den 1. FSV Mainz 05 verabschiedete er sich - für einen Stürmer standesgemäß - mit einem Tor.

Rückkehr nach einem Jahr in England

Die Rede ist von Claudio Pizarro. Nach seinem sechsjährigen Engagement beim deutschen Rekordmeister zog es den Peruaner nach England zum Spitzenclub FC Chelsea, bei dem er noch einen Vertrag bis Juni 2010 mit Option auf ein weiteres Jahr besitzt.

Doch nach nur einer Saison auf der Insel kehrt der 29-Jährige in die höchste deutsche Spielklasse zurück. Werder Bremen verpflichtete den Goalgetter auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2009. An der Weser ist "Pizza" ein alter Bekannter, bereits von 1999 bis 2001 spielte er für die "Grün-Weißen" und schoss in 56 Bundesligaspielen 29 Tore.

"Freue mich auf mein neues Team"

Pizarro freut sich auf sein zweites Engagement bei den Norddeutschen. "Werder hat mir damals die Tür nach Europa geöffnet, hier hatte ich zwei tolle Jahre. Der Club hat sich inzwischen sehr gut entwickelt und zählt zu den besten Teams in Europa."

Und weiter: "Ich möchte Werder mit meiner internationalen Erfahrung helfen und freue mich auf mein neues Team. Die Aussicht mit Werder in der Champions League zu spielen, hatte großen Einfluss auf meine Entscheidung, Geld spielte eine untergeordnete Rolle."

681 Minuten in der Premier League

Neben der Teilnahme an der "Königsklasse" dürfte auch die Aussicht auf regelmäßige Einsätze in der Startformation eine gewichtige Rolle beim Wechsel gespielt haben.

Beim FC Chelsea hatte der 1,84 Meter große Angreifer einen schweren Stand. Nur vier Mal stand Pizarro in der Startelf der Londoner, hinzu kamen 17 Einwechslungen. Insgesamt absolvierte er 681 Spielminuten in der Premier League und erzielte zwei Treffer.

Lob von Petr Cech

Es lief nicht rund bei Chelsea. Nach Gründen muss man nicht lange suchen - die große Konkurrenz. Weltklassestürmer Didier Drogba war sowohl unter Jose Mourinho, als auch unter Avram Grant gesetzt. Doch im System beider Defensivtaktiker war kein Platz für einen zweiten klassischen Mittelstürmer.

Selbst international klangvolle Namen wie Andrej Schewtschenko oder Nicolas Anelka fanden sich oft auf der Bank wieder. An der Einstellung lag es jedenfalls nicht, wie Petr Cech bestätigt. "Pizarro ist ein Profi, der im Training und Spiel immer hundert Prozent gibt", lobt Chelseas Torwart in einem Interview mit dem "kicker".

"Claudio gehört zu den Topstürmern in Europa"

Die Einstellung stimmt, die Tore werden folgen. Da sind sich die Bremer Clubverantwortlichen sicher. "Claudio gehört zu den Topstürmern in Europa. Mit ihm können wir unsere Qualität weiter verbessern", so Geschäftsführer Klaus Allofs.

Cheftrainer Thomas Schaaf stößt ins gleiche Horn: "Wir wissen seit Jahren um Claudios Fähigkeiten. Er hat sich konstant weiterentwickelt und wird unser Spiel mit seiner großen Erfahrung beleben."

Sven Becker