Bremen - Jetzt also auch der Rekord für die meisten Einsätze. Etwa zwei Jahre nachdem Bayern-Stürmer Claudio Pizarro, damals noch im Trikot von Werder Bremen, den Bundesliga-Torrekord für ausländische Fußballer geknackt hat, ist der peruanische Angreifer am Dienstag mit seinem 337. Auftritt im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:0) nun auch zum ausländischen Akteur mit den meisten Einsätzen geworden.

Auch wenn der Stürmer hernach zugab, dass der Torrekord für ihn wichtiger ist: "Der Rekord für die meisten Tore hat für mich aber eine größere Bedeutung. Es ist nicht einfach, in der Bundesliga Tore zu schießen. Ich habe viel dafür gearbeitet.” Mit Ausnahme einer Saison beim FC Chelsea (2007/08) spielt der 34-Jährige nun bereits seit 1999 in der Bundesliga, hat in 337 Partien für den FC Bayern und Werder Bremen 160 Tore erzielt.

Was zeichnet Pizarro aus?



Pizarro, ist der Typ Spieler, den Bayern-Trainer Jupp Heynckes jederzeit bringen kann. Mit insgesamt zehn Jokertoren in der Bundesliga zählt Pizarro zu den 20 besten Angreifern dieser Kategorie. Der Peruaner ist variabel, macht seine Tore mit links wie rechts und mit dem Kopf.

Der Peruaner ist für einen Spaß zu haben, mosert nicht, wenn er wie im Moment nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus kommt: "Abgesprochen war das natürlich nicht, aber ich wusste, dass das passieren kann. Dennoch bereue ich meine Entscheidung, wieder zum FC Bayern zu wechseln, nicht.”

Und was kann der virtuelle Pizarro?



Momentan kostet der Peruaner beim Managerspiel 4,7 Mio. Euro und steht bei 12.856 Usern im Kader. Sie alle hoffen auf eines: Tore, Tore und noch mal Tore! Doch bringt der virtuelle Pizarro dafür auch die richtigen Voraussetzungen mit? Ein Blick auf die OBM-Werte wird es zeigen:

Passgenauigkeit:
Für einen Stürmer hat er eine vergleichsweise niedrige Fehlpassquote von 25 Prozent. Beim OBM liegt diese etwas höher: Hier finden 32 Prozent seiner Pässe nicht den gewünschten Adressaten.

Zweikampf:
Real kommt Pizarro auf 45 Prozent gewonnene Zweikämpfe, was dem Durchschnitt eines gut gedeckten Stürmers entspricht. Der virtuelle Pizarro ist hier geringfügig besser und erreicht einen OBM-Wert von 47 Prozent.

Kopfball:
Pizarro ist stark in der Luft und hat in der Bundesliga bereits unzählige Male per Kopf getroffen. Diese Fähigkeiten werden mit 59 Prozent gewonnener Kopfballduelle beim Online-Game unterstrichen.

Schussgenauigkeit:
Der Rekordmann bringt 69 Prozent seiner Schüsse auf das gegnerische Tor, was ein Beleg für die gute Schusstechnik des Stürmers ist.

Dribbling:
Pizarro gehört unter den Angreifern sicherlich nicht zu den ganz großen Dribblern, kann sich im 1:1-Duell aber dennoch durchsetzen. OBM-Wert: 71 Prozent.

Schnelligkeit:
Bayerns Torjäger zeichnet eine extreme Handlungsschnelligkeit vor dem Tor aus, was ihm einen OBM-Wert von 85 Prozent beschert.

Fazit:
Die Effizienz des "Schlitzohrs" Pizarro ist beeindruckend. In seiner Bundesligazeit gelangen ihm 0,47 Tore pro Spiel, beim OBM sind es in dieser Spielzeit 0,28 Treffer pro Partie. Damit liegt der virtuelle Pizarro hinter dem Wert des realen Pendants zurück. Das bedeutet also, dass es beim OBM noch Luft nach oben für den erfolgreichsten ausländischen Bundesliga-Torschützen aller Zeiten gibt, damit auch die User irgendwann sagen: "Pizarro ist meine Torversicherung!"


Oliver Mumm