Torjäger Giovane Elber erinnert sich bei bundesliga.de gerne an seine erfolgreichen Auftritte in Deutschland zurück.

Er war in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung in der Bundesliga. Seine Schlagfertigkeit in Interviews, seine Durchschlagskraft im Spiel und sein bisweilen ausgefallener Torjubel haben ihm in seiner aktiven Zeit als Bundesliga-Profi beim VfB Stuttgart und den Münchner Bayern viele Sympathien eingebracht.

133 Treffer in der Bundesliga

Und Giovane Elber hatte seinerzeit viel Grund zu jubeln. Bis heute ist die brasilianische Frohnatur mit 133 Treffern der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Historie. Da scheint es nicht sonderlich zu überraschen, dass auch im Premiere-Ligapokal kein Spieler häufiger traf als Elber, der aktuell in der brasilianischen Heimat für Cruzeiro Belo Horizonte das Duell mit den Torhütern sucht.

Im Finale des ersten Ligapokals 1997 feierte Elber einen perfekten Einstand im Trikot seines neuen Arbeitgebers FC Bayern München. Ausgerechnet gegen seinen alten Club VfB Stuttgart erzielte der "Samba-Stürmer" das Tor zum 2:0-Endstand.

Vierfacher Premiere-Ligapokal-Sieger

"Klar, das war für mich natürlich ganz wichtig", erinnert sich Elber gegenüber bundesliga.de. "Gleich im ersten Spiel schon der erste Treffer. Auch wenn es gegen meine ehemaligen Kameraden war, war es sehr schön für mich."

Bayerns torgefährlicher Neuner konnte den Premiere-Ligapokal insgesamt vier Mal mit dem deutschen Rekordmeister gewinnen. Seine acht Tore: Rekord. Giovane Elber verweist auf die Bedeutung des Wettbewerbs für die Saisonvorbereitung der Vereine. "Bei Bayern München ist es immer wichtig, jedes Spiel zu gewinnen. Und gerade im Premiere-Ligapokal kann man sehen, wo die Mannschaft nach der Vorbereitung steht und ob hier und da eventuell noch etwas fehlt. Wir haben aber auch immer viel Spaß gehabt, wenn wir im Ligapokal gespielt haben."

Elber hält der Bundesliga die Treue

Borussia Mönchengladbach war die letzte Station des sympathischen Stürmers, ehe er Anfang des Jahres zurück in die Heimat ging, um sich bei Cruzeiro Belo Horizonte noch einmal neuen sportlichen Herausforderungen zu stellen. Der Bundesliga ist Elber aber dennoch treu geblieben.

"Man kann hier jeden Samstag ab zehn Uhr die Bundesliga empfangen. Leider haben wir mit der Mannschaft zu diesem Zeitpunkt auch immer Training. Aber für die zweite Halbzeit reicht es dann meistens noch und dann schaue ich mir die Spiele auch an."

HSV und Werder "ganz oben"

Elber sorgte während der Fußball-Weltmeisterschaft als Premiere-Experte für gewohnt süffisante Spielanalysen. Er glaubt, dass sich diese "fantastische Euphorie" auch auf die Bundesliga übertragen wird. Dem FC Bayern München traut er den Gewinn der 21. Meisterschaft zu. Allerdings "sehe ich auch den HSV ganz oben, ebenso wie Werder Bremen."

Anderer Verein, selber Ehrgeiz, selbe Ziele. Was mit den Bayern vier Mal gut geklappt hat, soll nun auch mit Cruzeiro BH gelingen. "Wir stehen momentan ganz oben und ich sehe, dass wir gute Karten haben, um Meister zu werden." Mit einem torhungrigen Giovane Elber könnten diese "guten Karten" im Meisterschaftspoker am Ende auch wieder stechen.

Michael Wollny

Das komplette Interview mit Giovane Elber finden Sie hier.

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