Bayern München kämpft im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Barcelona um Wiedergutmachung für die 0:4-Packung aus dem Hinspiel (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker).

Oder geht es für die Münchner doch noch um mehr als das? bundesliga.de sprach vor der Partie in der ausverkauften Allianz Arena mit Klaus Augenthaler, der mit den Bayern als Spieler sieben Deutsche Meisterschaften gefeiert hat.

bundesliga.de: Herr Augenthaler, heute Abend steigt das Viertelfinal-Rückspiel zwischen dem FC Bayern München und dem FC Barcelona. Wie endet die Partie?

Klaus Augenthaler: Wenn ich das wüsste... (lacht)

bundesliga.de: Glauben Sie daran, dass der FCB das Ruder noch herumreißen könnte?

Augenthaler: Nein. Vielleicht hat man noch im Hinterkopf, dass man in den ersten 15 Minuten ein Tor schießt und zur Pause mit 2:0 führt... Aber man will das 0:4 in Barcelona mit einer guten Leistung abhaken.

bundesliga.de: Die Allianz Arena ist ausverkauft. Machen Sie den Fans doch ein bisschen Mut..

Augenthaler: Man sagt doch immer so schön: "Im Fußball ist alles möglich!" Aber man darf natürlich auch nicht vergessen, gegen wen man spielt. Wenn der FC Bayern wirklich versucht, auf ein schnelles Tor zu drängen, muss man auch aufpassen, dass man nicht in einen Konter läuft. Denn: Sobald Barcelona ein Tor macht, ist endgültig alles vorbei. In dieser Partie geht es für den FC Bayern darum, dass man sich anständig verkauft und das Spiel vielleicht nach 90 Minuten gewinnt. Dann wären die Fans wieder einigermaßen versöhnt.

bundesliga.de: Wie geht man als Profi in eine solche Partie? Kann man sich bei einem 0:4 noch ausreichend motivieren?

Augenthaler: Es ist nicht so schwer, sich nach so einer Pleite zu motivieren. Man will zeigen, dass man mithalten kann. So eine 0:4-Pleite will ich versuchen, gutzumachen. Gutzumachen bedeutet nicht, 5:0 zu gewinnen und weiter zu kommen - das wäre ein Wunder! Gutzumachen heißt: Ich will den eigenen Fans in Deutschland zeigen, dass es ein Ausrutscher war. Im Hinspiel haben wir einen schlechten Tag erwischt, aber wir sind in der Lage den FC Barcelona zu schlagen.

Das Gespräch führte Sven Becker