Köln - Hiroshi Kiyotake wechselte zur neuen Saison vom Absteiger 1. FC Nürnberg zu Hannover 96. Dort ist er neben Hiroki Sakai der zweite Japaner im Team.

Als neuer Shinji Kagawa wurde er bezeichnet, als er 2012 in die Bundesliga kam. Mit dem Ex- und Neu-Dortmunder hat er nicht nur die Spielweise gemeinsam, beide spielten außerdem zuvor beim japanischen Club Cerezo Osaka. Hiroshi Kiyotake kam nach der Verpflichtung Kagawas durch Borussia Dortmund als Nachfolger zu Cerezo, erhielt dort ebenfalls die Rückennummer 8. Beide sind außerdem japanische Nationalspieler und auch privat gute Freunde.

Erste Schritte in der Bundesliga

Die Erfolge seines Landsmannes (2x Deutscher Meister, 1x DFB-Pokalsieger mit dem BVB) ließen den einen oder anderen Bundesligisten hoffen, mit Hiroshi Kiyotake einen ähnlich guten Deal zu machen. Sichern konnte sich schließlich der 1. FC Nürnberg den damals 23-Jährigen.

Beim "Club" startete er auch gut durch, wurde sofort zum Stammspieler in Nürnberg. In der Saison 2012/13 schoss er vier Tore, legte elf weitere vor und es schien so, als habe sich der Japaner, der in Nürnberg Bratwürste lieben lernte, schnell eingelebt. Doch im Abstiegskampf der folgenden Spielzeit ging auch Hiroshi Kiyotake unter und konnte sich nicht mehr richtig behaupten.

Alles auf Neuanfang

Bei Hannover 96 soll das nun anders werden. Hiroshi Kiyotake - der bereits zwei Bücher geschrieben hat, verheiratet ist und einen Sohn hat - soll den 96ern ins obere Tabellendrittel helfen.

Die ersten beiden Bundesligaspiele liefen nicht schlecht für den Allrounder, der sich sowohl Rechts- als auch Linksaußen und im zentralen offensiven Mittelfeld wohlfühlt. Trotzdem ist da noch Luft nach oben. Am 1. Spieltag wurde er erst nach 60 Minuten eingewechselt, am 2. Spieltag stand er in der Startelf, wurde aber ausgewechselt. Für die Tore und Vorlagen zeichneten andere verantwortlich.

Nichtsdestotrotz kann er mit seinen Stärken für Hannover noch sehr wichtig werden. Kiyotake ist nicht nur technisch stark und sehr schnell auf den Beinen, er ist auch ein echter Standardspezialist - zwölf von ihm geschossene Ecken und Freistöße führten zu Toren. Und seinen Torriecher hat er in der Bundesliga ebenfalls schon sieben Mal unter Beweis gestellt - in fünf Fällen aus der Distanz.

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