Köln - Eigentlich hatte sich Aleksandar Ignjovski bei seinem Wechsel vom SV Werder Bremen zu Eintracht Frankfurt erhofft, häufiger auf seiner Lieblingsposition als Sechser auflaufen zu dürfen. Stattdessen kommt er bei den Hessen zumeist als rechter Verteidiger zum Einsatz - und überzeugt dort mit starken Leistungen.

In der Rangliste der aktivsten Spieler hat sich der Serbe immerhin Platz 54 erarbeitet, unter den Rechtsverteidigern rangiert er sogar auf Platz vier. Besonders seine starken Zweikampfwerte haben Ignjovski, der seit seiner Bremer Zeit "Iggy" nach der Punklegende Iggy Pop gerufen wird, die gute Platzierung eingebracht.

Im Schnitt bestreitet der serbische Nationalspieler 26 Zweikämpfe pro Spiel - und gewinnt davon die Hälfte. Nur 26 Spieler in der Bundesliga sind in dieser Kategorie noch besser als der 23-Jährige, auf seiner Position sogar einzig Marcel Ndjeng von Hertha BSC. Ordentlich sind auch seine Sprint- und Pass-Werte.

Nur ein Tor in der Bundesliga

Dabei ist der gelernte Goldschmied und passionierte Hobby-Maler aber auch bei der Eintracht nicht auf eine Position beschränkt. Der serbische Allrounder kam auch schon im defensiven Mittelfeld und auf beiden Außenbahnen im Mittelfeld zum Einsatz. Eine Qualität, die ihn bereits beim TSV 1860 München, zu dem er 2009 vom OFK Belgrad gewechselt war, ausgezeichnet hatte. Immerhin zwei Torvorlagen stehen zudem in Ignjovski Saison-Statistik.

Einzig im Abschluss ist bei dem Serben noch viel Luft nach oben. Ganze vier Torschüsse hat er in der laufenden Saison abgegeben. Und in mittlerweile 124 Meisterschaftsspielen in der Bundesliga und 2. Bundesliga hat er erst ein einziges Tor erzielt.

Tobias Schild