Es war das erwartet große Ballyhoo, dass Jürgen Klinsmann am Mittwochnachmittag in die Münchner Allianz Arena erwartete. Eskortiert von den Bayern-Vorständen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß betrat er gegen 14 Uhr den mit exakt 111 Medienvertretern bestens besetzten Pressekonferenz-Saal in der sportlichen Heimstätte des Rekordmeisters.

Während seine Begleiter etwas angespannt aussehen, setzte sich Klinsmann fröhlich lächelnd auf seinen Platz am Podium. Seine erste Pressekonferenz als amtierender Trainer des aktuellen Double-Gewinners konnte beginnen.

Klinsmann verspürt große Vorfreude

"Wir sind mit viel Freude und Enthusiasmus in die Vorbereitung gestartet", berichtete Klinsmann über die ersten Trainingstage. "Ich bin unheimlich stolz auf diese Aufgabe und freue mich riesig, beim FC Bayern Verantwortung übernehmen zu dürfen", sagte er weiter. Schon jetzt, knapp fünf Wochen vor Saisonauftakt verspüre er eine große "Vorfreude. Es macht einfach riesig Spaß."

Vier Einheiten hat er bisher mit seinem durch die EURO-Urlauber stark reduzierten Kader absolviert, doch weitaus mehr Zeit als auf dem Platz verbrachte er mit seinem Spielern im neuen Leistungszentrum. "Es ist unser Herzstück, das neue Schmuckstück des Clubs", sagte Klinsmann über das komplett umgebaute ehemalige Profihaus.

Hoeneß überwältigt vom neuen Leistungszentrum

Auf 2.000 Quadratmetern entstand eine "perfekte Oase für die Spieler" (Rummenigge), in der sie zumindest während der Saisonvorbereitung bis zu acht Stunden am Tag verbringen.

Manager Hoeneß war "total überwältigt", als er nach der Rückkehr aus seinem Sommerurlaub erstmals das neue Leistungszentrum besichtigte. "Da muss ich dem Jürgen ein großes Lob machen. Jetzt liegt es an der Mannschaft, das alles anzunehmen. Dann können wir sehr zuversichtlich in die neue Saison schauen."

Rensing bleibt "klar die Nummer eins"

In der sind die Ziele natürlich wir immer. National gilt es, das Double zu verteidigen, "aber auch in der Champions League wollen wir bis zum Schluss dabei sein", betonte Klinsmann.

Der frühere Stürmer glaubt dabei, den Konkurrenzkampf in die richtigen Bahnen lenken zu können: "Jede Position ist doppelt und dreifach besetzt. Jeder will seinen Platz haben. Da muss ich viel im kommunikativen Bereich arbeiten."

Eines machte er aber gleich am Mittwoch klar: Michael Rensing ist als Nachfolger von Oliver Kahn "ganz klar die Nummer eins. Er wird die Rückendeckung und Zeit bekommen, um international ein herausragender Torhüter zu werden." Bei der Suche nach einem neuen Kapitän will sich Klinsmann aber noch "ein paar Wochen" Zeit lassen.