Kaiserslautern - Seit Beginn der Vorbereitung ist Itay Shechter bei der FCK-Mannschaft, doch erst seit dem 11. Juli 2011 kann sich der junge Israeli sicher sein, dass er auch in der Saison 2011/12 das Trikot der "Roten Teufel" tragen wird. Im Interview spricht er über die lange Zeit des Wartens, seine Erfahrungen in Deutschland und seine Ambitionen beim FCK.

Frage: Herr Shechter, für Sie war es bestimt eine große Erleichterung, dass der Transfer nun doch endlich über die Bühne ging.

Itay Shechter: Es war schon eine große Belastung, nicht zu wissen, wohin es mich verschlägt. Für mich war immer klar, dass ich beim 1. FC Kaiserslautern spielen will. Ich habe mir eine Wohnung gesucht, ein Auto gekauft, ein Telefon geholt und ein Konto eingerichtet - am Ende habe ich mir gedacht, je fester ich mich in Kaiserslautern einrichte, desto sicherer ist es, dass ich hier bleiben kann.

Frage: Wie wichtig war die Unterstützung der neuen Kollegen in dieser Zeit?

Shechter: Nicht nur meine Mitspieler waren toll, auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben sehr geholfen. Stefan Kuntz hat alles für diesen Transfer gegeben und muss bis zu tausend Telefonate mit Tel Aviv geführt und mindestens so viele Mails ausgetauscht haben. Wenn man zum FCK kommt, dann kümmern sich viele Personen darum, dass es dem Spieler gut geht und helfen, dass man sich akklimatisiert.

Frage: Wie würden Sie sich als Spieler beurteilen?

Shechter: Puh, dass fällt mir sehr schwer. Klar, ist meine Schnelligkeit eine meiner Stärken, aber ich denke, auch meine Technik ist ok und ich weiß, wo das Tor steht. Aber am Ende des Tages sollen andere meine Fertigkeiten als Spieler beurteilen.

Frage: Wie fühlen Sie sich vom Team aufgenommen?

Shechter: Gil Vermouth und ich sind seit Beginn der Vorbereitung mit dabei und wir sind sehr beeindruckt vom Zusammenhalt der Truppe. Egoismen zählen beim FCK anscheinend nicht und das schätze ich sehr. Hier wird das Kollektiv großgeschrieben und jeder hilft dem anderen…

Frage: Was wissen Sie über den deutschen Fußball?

Shechter: In Israel ist die Bundesliga eine große Nummer. Eigentlich schaut jeder die Spiele und jeder weiß Bescheid, wer vorne ist und wer nicht. Ich habe schon mit meinem Landsmann Almog Cohen vom 1. FC Nürnberg gesprochen und der FCK hat auch ihn beeindruckt.

Frage: Und was wissen Sie über den FCK?

Shechter: Alles, was eigentlich jeder wissen sollte. Stefan Kuntz hat uns ein kleines Buch mit allen Fakten über den FCK in Deutsch und Englisch gegeben und ich habe vieles daraus gelernt. Was der "Betze" bedeutet und warum die Region den FCK braucht. Aber auch die Bedeutung von Fritz Walter oder die Wichtigkeit der Fans im Fritz-Walter-Stadion erklärt das Buch jedem neuen Spieler.

Frage: Haben Sie sich schon Ziele mit Kaiserslautern gesetzt?

Shechter: Von internationalen Plätzen zu sprechen wäre sehr vermessen. Wir müssen gut in die Runde kommen und Punkte holen, dann können wir auch schnell höhere Ziele ansteuern. Der Kader hat in jedem Fall das Potenzial, um in der Bundesliga zu bestehen.