Lange herrschte Verwirrung über die Wechselabsichten von Hoffenheims Stürmerstar Demba Ba. Jetzt steht fest, dass der Senegalase auch im nächsten Jahr bei 1899 spielen wird. Im Interview äußert sich Ba zum Wechselthema und räumt Fehler ein.

Frage: In den letzten Wochen waren Sie das Gesprächsthema Nummer Eins. Wie geht es ihnen heute?

Demba Ba: Eigentlich geht es mir ganz gut. Die Wunde am Knie verheilt, ich muss mein Bein noch ruhig halten. Ich bin aber guter Dinge, dass ich bald wieder auf dem Platz angreifen kann.

Frage: Sind Sie froh, dass das Thema jetzt abgehakt ist?

Ba: Ja. Es gab einige Dinge, die nicht optimal gelaufen sind.

Frage: Und welche?

Ba: Ich hätte nicht den Weg über die Presse gehen sollen. Das war falsch. Ich habe Vertrauen verspielt, dabei weiß ich, was ich Hoffenheim, Ralf Rangnick und Jan Schindelmeiser zu verdanken habe.

Frage: Warum wollten Sie unbedingt weg aus Hoffenheim?

Ba: Das ist nicht ganz richtig. Ich wollte nicht weg aus Hoffenheim, aber ich habe die Möglichkeit bekommen, zu einem Klub zu wechseln, bei dem ich in der Champions League hätte spielen können. Ich weiß schon, was ich an Hoffenheim habe.

Frage: Was hat Ihr neuer Berater mit der ganzen Sache zu tun?

Ba: Er hat versucht, für mich das Beste zu machen.

Frage: Vor wenigen Tagen wurde die "Akte Ba" geschlossen, Sie bleiben in Hoffenheim. Wie war ihre erste Reaktion?

Ba: Das ist das gute Recht des Vereins, sie wollen Ruhe haben in der Vorbereitung. Das ist auch in meinem Sinne.

Frage: Wie hat die Mannschaft reagiert, als Sie das erste Mal wieder in die Kabine kamen?

Ba: Sehr positiv, da sind ja viele Freunde von mir. Ich habe mich gefreut, die Jungs wieder zu sehen.

Frage: Sie haben selbst gesagt, dass Sie Vertrauen zurückgewinnen müssen. Wie wird Ihnen das bei den Fans gelingen?

Ba: Ich weiß, dass das nicht einfach wird. Ich möchte Leistung und Tore sprechen lassen. Ich werde auch weiterhin alles für 1899 geben. Ich war ja beim Testspiel am Sonntag und habe mich sehr gefreut, dass so viele Fans Autogramme wollten.

Frage: Welche Lehren ziehen Sie aus den letzten Wochen?

Ba: Dass es besser ist, mehr mit- als übereinander zu sprechen. Die letzten Wochen waren auch für mich eine neue Erfahrung.