Die Erleichterung war Manuel Neuer anzusehen.

Erstmals nach seinem Mittelfußbruch stand der Torwart von Bundesliga-Tabellenführer Schalke 04 am vergangenen Sonntag wieder in einem Pflichtspiel im Tor - wenn es auch nur im Dress des Reserveteams der "Königsblauen" in der Regionlliga gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach (1:1) war.

Gutes Gefühl

Die erste Hälfte spielte Neuer, blieb ohne Gegentor, ließ sich dann auswechseln. "Es war abgesprochen, dass ich nach der ersten Halbzeit ausgewechselt werde", erklärte der Schlussmann nach der Partie: "Es war ein gutes Gefühl, wieder im Tor zu stehen."

Passiert war Neuer das Verletzungs-Malheur am 8. Juli im Vorbereitungs-Testspiel bei der SpVgg Erkenschwick (6:0). Der Keeper, der erst zur Pause eingewechselt worden war, erlitt die Verletzung in der 60. Minute ohne Einwirkung eines Gegenspielers.

Noch nicht im Pokal im Tor

Danach kämpften Mathias Schober und Ralf Fährmann um die Stellvertreterrolle bei den "Königsblauen". Weil aber auch der routinierte Schober eine Verletzung erlitt, wurde der 19-jährige Fährmann ausgerechnet im Derby bei Borussia Dortmund ins kalte Wasser geworfen.

Aber Neuer bereitet sein Comeback im Profi-Team vor. Möglicherweise zählt er am Freitag im Bundesligaspiel beim Aufsteiger 1. FC Köln wieder zum S04-Kader. Ein Einsatz im DFB-Pokalspiel gegen Hannover 96 am Dienstag wäre aber noch zu früh für ihn gekommen.

Geduld

"Ich möchte er erst einmal weiter mit der Mannschaft trainieren und abwarten, wie es läuft", sagte Neuer. So verzichtete Trainer Fred Rutten auf eine Nominierung Neuers in den Kader für das Pokalspiel gegen "96".

Auch ohne Neuer haben sich die "Königsblauen" an die Spitze der Bundesliga katapultiert. Dennoch besteht kein Zweifel, dass Fährmann über kurz oder lang den Platz zwischen den Pfosten des S04-Tores für die etatmäßige Nummer eins räumen muss.