Nach der Trennung von Trainer Armin Veh übernimmt Markus Babbel als Teamchef das Zepter beim VfB Stuttgart.

In einem Interview spricht der ehemalige deutsche Nationalspieler über seine neue Tätigkeit, die er als "nicht leicht" bezeichnet.

Frage: Markus Babbel, Sie sind praktisch über Nacht vom Azubi zum Teamchef aufgestiegen. Wie stellt sich die Situation für Sie beim VfB Stuttgart nun dar?

Markus Babbel: Es war schon eine überraschende Situation, aber eine freudige Überraschung. Zugleich ist es eine schwierige Phase, aber die Mannschaft hat Potenzial. Es liegt nun an mir, sie von ihrer Stärke zu überzeugen. Die Aufgabe ist nicht leicht.

Frage: Wie werden Sie die Aufgabe angehen?

Babbel: Es geht darum, dass die Spieler ihre Köpfe wieder frei bekommen. Es geht bei Null los, und ich werde genau darauf achten, wer mitzieht.

Frage: Für welche Art von Fußball stehen Sie?

Babbel: Der VfB stand immer für Offensiv-Fußball, dahin wollen wir wieder kommen.

Frage: Warum sind Sie Teamchef und Rainer Widmayer der Trainer?

Babbel: Ich müsste für meinen Fußball-Lehrerschein noch ein paar Formulare ausfüllen und diese wegschicken. Das muss irgendwann in Angriff genommen werden, denn ich sehe meine Zukunft in diesem Geschäft. Aber ich habe bei Armin Veh als dessen Co-Trainer viel gelernt. Ich werde mit Rainer Widmayer eng zusammenarbeiten, die Entscheidung über die Aufstellung treffe aber ich.

Frage: Am Donnerstag steht das Auswärtsspiel im UEFA-Cup bei Sampdoria Genua an. Mit welchen Gefühlen werden sie nach Italien reisen?

Babbel: Es wird so sein wie bei meiner ersten Bundesligapartie als Spieler. Ich werde nervös sein, werde ins Wasser geworfen und muss mich freischwimmen.

Frage: Können Sie schon verraten, auf welche Spieler Sie setzen werden?

Babbel: Auf alle Fälle wird Sebastian Rudy aus der Zweiten wieder bei uns mittrainieren, aber wer noch von unseren Talenten dazustoßen wird, weiß ich noch nicht. Zumal unser Kader für den gegenwärtigen Tabellenplatz zu gut ist.