Nach Mladen Petric und Alex Silva ist Nationalspieler Marcell Jansen der dritte Neuzugang des Hamburger SV kurz vor dem Ende der aktuellene Transferperiode.

Mit Marcell Jansen kommt ein deutscher Nationalspieler an die Elbe, an dem der HSV schon vor seinem Wechsel zu Bayern München sehr interessiert war. Wie er das Interesse des Vereins wahrgenommen hat und ob er sich vorstellen könnte, schon gegen Bielefeld dabei zu sein, verrät Jansen im Interview mit hsv.de.

Frage: Marcell Jansen, wie groß ist Ihre Freude über den Wechsel zum HSV?

Marcell Jansen: Ich freue mich wirklich sehr und komme mit einem guten Gefühl. Auf mich wartet jetzt eine neue Herausforderung in einer neuen Stadt.

Frage: Der HSV war bereits vor einem Jahr daran interessiert, Sie zu verpflichten.

Jansen: Das stimmt. Der erste Kontakt liegt sogar noch länger zurück. Und dabei ist der Vorstand des Vereins immer sehr seriös und ehrlich mit mir umgegangen, das hat mir gut gefallen. Ich habe schon im vergangenen Sommer lange überlegt.

Frage: Dennoch sind Sie von Borussia Mönchengladbach zunächst zu den Bayern gewechselt. Was versprechen Sie sich jetzt von Ihrem Wechsel nach Hamburg?

Jansen: Ich sehe in dem Wechsel eine große Chance für mich und bin sicher, dass ich mich in Hamburg auf dem Platz weiterentwickeln kann. Der HSV hat eine junge, erfolgshungrige Mannschaft, in der viel Potenzial steckt. Das habe ich vor knapp zwei Wochen in München erneut feststellen können.

Frage: In den letzten Tagen ging alles sehr schnell. Können sich die HSV-Fans schon auf Ihren Einsatz am Sonnabend in Bielefeld freuen?

Jansen: Das muss der Trainer entscheiden. Ich werde im Vorfeld des Spiels ja wahrscheinlich nur ein Mal mit der Mannschaft trainieren können, da ich am Donnerstag erst noch den Medizin-Check in Hamburg absolvieren muss. Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn ich mit dabei wäre.

IM DSF erklärte Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV, am Donnerstagmorgen zum überraschenden Transfer: "Marcell Jansen ist ja schon seit zwei Jahren unser Wunschspieler gewesen. Damals war ein Transfer von Borussia Mönchengladbach nicht möglich. Im letzten Jahr hat sich Marcell für Bayern entschieden und als sich jetzt innerhalb der letzten Tage und Wochen diese Option auftat, da mussten wir dann auch zuschlagen."