Paolo Guerrero hat sich für seinen Ausraster entschuldigt. Der Peruaner hatte nach dem Bundesligaspiel gegen Hannover 96 eine Plastiktrinkflasche auf einen Zuschauer geworfen.

"Ich hatte einen Blackout. Ich bin beschimpft worden und habe überreagiert. Es tut mir unheimlich leid. Ich hoffe, dass ich die Gelegenheit bekomme, mich bei dem betroffenen Zuschauer zu entschuldigen. Beim HSV habe ich es bereits getan. Natürlich werde ich jede Strafe des Vereins akzeptieren. Ich habe einen großen Fehler gemacht."

"So etwas darf nicht passieren"

Der Vorstand des HSV hatte Guerrero am Montagmorgen zum Gespräch bestellt. "Wir haben lange beraten, wie mit dieser Geschichte umzugehen ist und dazu verschiedene Seiten gehört", so Bernd Hoffmann. "Paolos Verhalten war absolut unakzeptabel. So etwas darf nicht passieren. Paolo wird von uns mit einer hohen Geldstrafe belegt."

Von einer vereinsinternen Sperre sieht der Vorstand ab. Hoffmann: "Paolo ist zum ersten Mal in einer solchen Art und Weise auffällig geworden. Er hat uns glaubhaft versichert, wie leid es ihm tut."

Rückendeckung aus der Mannschaft

Rückendeckung erfährt Paolo Guerrero auch aus der Mannschaft. Kapitän David Jarolim: "Paolo hat Mist gebaut, in der Emotion und aus der Wut über die Beschimpfungen einen großen Fehler gemacht. Dafür wird er vom Verein bestraft. Aber wir werden ihn jetzt nicht fallen lassen. Es gibt keinen Riss zwischen der Mannschaft und den Zuschauern. Wir müssen jetzt zusammenhalten, um unsere Ziele zu erreichen."

Supporters-Vorstand Ralf Bednarik wünscht sich, dass Paolo Guerrero wieder in die "HSV-Familie" eingegliedert wird: "Spieler müssen mit Kritik umgehen. Aber Paolo Guerrero hat sich für sein Verhalten entschuldigt und sich einsichtig gezeigt. Jetzt liegt es an uns allen, die Dinge aufzuarbeiten, in den Dialog zu gehen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken."