Nach einer Durststrecke von 701 torlosen Bundesliga-Minuten meldete sich Mike Hanke gegen den KSC eindrucksvoll zurück und brachte Hannover 96 mit seinem Doppelpack auf die Siegerstraße. Gegen seinen alten Arbeitgeber, den VfL Wolfsburg, will Hannovers Nummer 9 nun nachlegen.

Frage: Herr Hanke, Sie haben am Samstag gegen den KSC eine Durststrecke von 701 torlosen Bundeliga-Minuten hinter sich gelassen - eine Erlösung?

Mike Hanke: Gerade für mich als Stürmer war es natürlich eine Erlösung. Es ist immer mein Ziel, Tore zu machen. Das gilt auch dann, wenn ich nur für die letzten zehn, fünfzehn Minuten rein komme, so wie in den meisten Spielen dieser Saison. Gegen den KSC habe ich das Vertrauen des Trainers wieder von der ersten Minute an bekommen und denke, dass ich diese Chance gut genutzt habe.

Frage: In der Öffentlichkeit standen Sie zuletzt stark unter Beobachtung, wie viel Druck haben Sie sich in dieser Zeit persönlich gemacht?

Hanke: Ich spüre keinen Druck - auch nicht von der Öffentlichkeit. Ich lese seit drei Monaten praktisch keine Zeitung mehr. Früher hab ich mich deswegen verrückt gemacht, aber ich bin jetzt in dem Alter, wo ich mir darüber keine Gedanken mehr mache.

Frage: Kommen wir zum nächsten Gegner, dem VfL Wolfsburg. Sie sind selbst zwei Jahre für den VfL auf Torejagd gegangen - ist das Duell mit dem alten Arbeitgeber ein ganz besonderes Spiel für Sie?

Hanke: Ich gehe natürlich nicht ganz emotionslos in das Spiel. Ich hatte zwei schöne Jahre in Wolfsburg. Da ich im letzten Jahr gegen den VfL wegen einer Verletzung nur zugucken konnte, wird es für mich sicher ein interessantes Spiel.