Felix Magath wird neuer Cheftrainer und Manager auf Schalke. Zugleich wird Magath auch Vorstandsmitglied des FC Schalke 04. Der Aufsichtsrat hat dies einstimmig beschlossen. Im Interview spricht Clemens Tönnies über die Sensations-Verpflichtung für die kommende Saison.

Frage: Herr Tönnies, Schalke 04 hat Felix Magath als Trainer für die kommende Saison verpflichtet. Wird er wie in Wolfsburg auch als Manager arbeiten?

Clemens Tönnies: Felix Magath wird als Trainer und Manager für die gesamte sportliche Abteilung verantwortlich sein und auch Mitglied des Vorstandes werden. Ich bin froh und stolz, dass wir ihn gewinnen konnten. Er ist die erstklassige Lösung, die ich angekündigt hatte.

Frage: Wie ist es zu der Verpflichtung gekommen?

Tönnies: Er hat nicht sofort zugesagt, aber ich habe ihn emotional aufgeladen. Wir haben auf einem Bauernhof verhandelt, und nach etwa drei Stunden hat er mir den Handschlag gegeben, dass er nach Schalke wechselt, wenn er Wolfsburg verlassen sollte.

Frage: Dennoch gab es dann noch weitere Verhandlungen, unter anderem mit Oliver Kahn ...

Tönnies: Weil mit Magath noch nichts schriftlich fixiert war, haben wir weitergesucht. Vor einigen Tagen haben wir uns dann endgültig geeinigt.

Frage: Was geschieht mit den Interimstrainern Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck?

Tönnies: Wir wissen, was wir ihnen zu verdanken haben. Alle drei werden einen Platz auf Schalke haben, solange sie wollen. Und wir wären dumm, wenn wir sie nicht einbinden würden. Das komplette Team von Felix Magath werden wir zu gegebener Zeit vorstellen.

Frage: Mit welchen Zielen geht Schalke in die kommende Saison?

Tönnies: Wir gehen nicht davon aus, dass es sofort nach oben geht. Es kann eine Durststrecke geben. Am Ende des ersten Vertragsverhältnisses mit Magath wollen wir im oberen Feld der Bundesliga mitspielen. Wir werden mit ihm die Marke Schalke nach vorne bringen. Wir wollen aber bewusst nicht den Anspruch zu hoch drehen. Wir sagen nicht, dass wir Meister werden wollen, sonst sind wir wieder der Chaos-Club, der wir nicht sein wollen und auch nicht sind.