Das DFB-Pokalspiel von Bayern München bei der SpVgg Neckarelz hatte einen großen Gewinner: Michael Rensing. Der Torwart ist die neue Nummer eins bei den Bayern, die sich beim Sechstligisten mit 3:1 durchsetzten.

Mit seiner Entscheidung beendete FCB-Trainer Louis van Gaal auch die Leidenszeit Rensings. Im Interview mit bundesliga.de äußert sich der Bayern-Torwart über seine Gefühle und seine neuen Ziele.

bundesliga.de: Herr Rensing, Sie standen gegen die SpVgg Neckarelz im Tor. Sind Sie jetzt die Nummer eins bei den Bayern?

Michael Rensing: Das bin ich wohl, dennoch ist das lediglich eine Momentaufnahme. Ab sofort muss ich mich in jedem Spiel beweisen und meine Leistung bringen.

bundesliga.de: Ihr Trainer Louis van Gaal hat Ihnen aber mitgeteilt, dass Sie die Nummer eins sind und auch nächste Woche gegen Hoffenheim im Tor stehen?

Rensing: Ja, das hat er.

bundesliga.de: Wann war das?

Rensing: Am Samstagabend gab es innerhalb der Mannschaft Einzelgespräche, dort hat mich Herr van Gaal informiert.

bundesliga.de: Hat Sie die Entscheidung des Trainers überrascht oder haben Sie erwartet, dass der Zweikampf mit Jörg Butt zu Ihren Gunsten endet?

Rensing: So etwas kann man nicht erwarten. Ich habe allerdings eine sehr gute Vorbereitung gespielt, umso glücklicher bin ich, dass sich der Trainer für mich entschieden hat.

bundesliga.de: Ihre Geschichte hat ja fast schon etwas Märchenhaftes. Von Jürgen Klinsmann auf die Bank verbannt, sind Sie jetzt wieder da. Fast wie Phönix aus der Asche.

Rensing: Ich habe eine sehr schwierige Zeit hinter mir. Aber jetzt habe ich mich zurückgekämpft. Dennoch habe ich noch nichts erreicht, ich muss jetzt das in mich gesetzte Vertrauen zurückgeben, sonst könnte ich schon bald wieder draußen sitzen.

bundesliga.de: Woraus ziehen Sie Ihre mentale Stärke?

Rensing: Ich habe einfach immer an mich geglaubt. Das ist das Wichtigste.

Das Gespräch führte Jens Fischer