Bundesliga

Stevens: "Unglaublich viel Zug im Training"

Köln - Der VfB Stuttgart wartet in der Rückrunde immer noch auf einen Dreier. Vor dem Duell gegen Hertha BSC (Freitag, ab 20 Uhr im Liveticker) will Coach Huub Stevens von "Endspiel" oder "Schicksalsspiel" jedoch nichts wissen. Der Niederländer schaut mit viel Optimismus auf die kommende Aufgabe, die Trainingsleistungen unter der Woche bestätigen ihn.

Stevens: "Nur gemeinsam kommen wir daraus"

"Es ist unglaublich wie viel Zug im Training ist", resümierte der 61-Jährige. Die Mannschaft ziehe voll mit. Neuzugang Serey Die beeindruckt den Niederländer: "Er hinterlässt einen positiven Eindruck, wenn ich sehe, wie sich der Junge einbringt und schon auf Deutsch Kommandos gibt." Stevens weiß jedoch auch, dass seine Elf punkten muss, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

Gegen Hannover präsentierte sich der VfB zuletzt in der ersten Halbzeit stark, ging in Führung. Doch "dann haben wir den Gegner wieder aufgebaut. Das darf nicht nochmal passieren", stellt Stevens unmissverständlich klar.

Die Hertha, aktueller Tabellen-14., hat fünf Punkte Vorsprung auf die Stuttgarter. Ein Sieg gegen die "Alte Dame" wäre also Gold wert. Die Bilanz spricht jedenfalls gegen eine erneute Punkteteilung (zur Duellvorschau). In den vergangenen sechs Partien zwischen beiden Teams gab es immer einen Sieger (jede Mannschaft drei Mal). Stevens ist voller Tatendrang, verlor als Trainer noch nie ein Heimspiel gegen die Hertha, und setzt auf die Unterstützung der Fans: "Nur gemeinsam kommen wir daraus."

Abstiegskampf ist keine Unbekannte

Übrigens: Der VfB ist in der Bundesliga-Geschichte erst einmal abgestiegen. In der Saison 1974/75 brach die Mannschaft aus heiterem Himmel auseinander, nachdem in der vorherigen Spielzeit noch das Halbfinale das Uefa-Cups errreicht wurde. Dass die Schwaben aktuell erneut gegen den Abstieg spielen, kommt nicht so plötzlich, sondern ist vielmehr ein Trend der letzten Jahre. Von daher wissen die Stuttgarter ganz genau worauf es ankommt.

Kurioserweise war es jener Stevens, der die Schwaben in der vergangenen Saison auf den sicheren Platz 15 führte und den Absturz noch gerade so verhindern konnte. Nun soll der Niederländer wieder den Feuerwehrmann geben, hat dafür noch elf Spiele Zeit. Was hilft, liegt auf der Hand: Erfolgserlebnisse sind nötig, am besten schon Freitag.

Im Video: Der VfB steigt in der Saison 1974/75 erstmals ab