Bundesliga-Spitzenreiter Hamburger SV hat seine Pflichtaufgabe im 100. UEFA-Pokal-Spiel der Vereinsgeschichte souverän gelöst und ist ins Achtelfinale eingezogen.

Nach dem 3:0-Hinspielsieg beim NEC Nijmegen bezwangen die Hanseaten den Tabellenneunten der niederländischen Ehrendivision im zweiten Vergleich mit 1:0 (1:0). In der Runde der letzten 16 (12. und 18./19. März) trifft der HSV nunmehr auf den türkischen Meister Galatasaray, der sich mit 4:3 (Hinspiel 0:0) gegen den französischen Vizemeister Girondins Bordeaux durchsetzte.

Olic mit seinem sechsten Streich

In der HSH Nordbank Arena brachte Ivica Olic die Gastgeber nach neun Minuten in Führung. Für den kroatischen Nationalstürmer war es bereits der sechste Treffer im laufenden Wettbewerb.

Der HSV ruhte sich aber nicht auf seinen Vorsprung aus dem Hinspiel aus und setzte die Gäste von Beginn an unter Druck. Das frühe 1:0 war der verdiente Lohn für diesen engagierten Auftritt. Nach einem Ballgewinn von David Jarolim verwertete Olic das Zuspiel des Mannschaftskapitäns souverän und hätte schon fünf Minuten später erhöhen können. Nach einer Hereingabe des starken Marcell Jansen verfehlte der Torjäger das NEC-Tor jedoch knapp.

Drei Mal Aluminium

Nach rund 20 Minuten nahm der HSV ein wenig Tempo aus dem Spiel, kontrollierte die Partie aber weiter nach Belieben. Nijmegen konnte einzig in der 37. Minute für eine Schrecksekunde bei den Hamburgern sorgen. Außenstürmer Mostapha El Kabir traf mit einem schönen Schuss nur den Außenpfosten des HSV-Tores.

Da dies aber die einzige gefährliche Offensivszene der Gäste vor der Pause blieb, lag Hamburgs Trainer Martin Jol mit seiner Einschätzung, einige Stammkräfte im Hinblick auf das Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg schonen zu können, richtig. Der Coach verzichtete in der Startformation neben dem angeschlagenen Piotr Trochowski und Guy Demel auch auf Alex Silva und Paolo Guerrero. Winter-Zugang Tomas Rincon kam derweil zu seinem Debüt.

Nach dem Seitenwechsel schonte der HSV einige Kräfte für die Liga. Nijmegen kam hingegen ein wenig besser in die Begegnung, war dabei allerdings nur selten wirklich zwingend. El Kabir traf jedoch in der 85. Minute aus 14 Metern erneut den Pfosten, im Gegenzug scheiterte Jonathan Pitroipa für den HSV an der Querlatte (86.).