Hamburg - Der HSV wird vor Ende der Transferperiode noch einmal aktiv und verstärkt die Verteidigung mit einem hoffnungsvollen Nationalspieler aus Serbien.

Erneut nutzte Sportchef Frank Arnesen seine hervorragenden Kontakte zum englischen Spitzenclub FC Chelsea und verpflichtet mit Slobodan Rajkovic einen gelernten Innenverteidiger, der dem HSV direkt helfen kann. Mit seinen erst 22 Jahren hat der Serbe bereits einige Erfahrung.

Titel mit Twente

Im jungen Alter von 17 Jahren wechselte das heißbegehrte Abwehrtalent zum FC Chelsea. Aufgrund von arbeitsrechtlichen Problemen konnte er jedoch kein Spiel für den Club aus der Premiere League bestreiten und ging auf Leihbasis in die niederländische Eredivisie, wo er in über 60 Spielen für drei verschiedene Clubs auflief.

Schon in den Niederlanden verbuchte der Innenverteidiger Erfolge und übernahm stetig mehr Verantwortung. In der Saison 2009/2010 an FC Twente verliehen, konnte der Serbe die Meisterschaft feiern. In der darauffolgenden Saison wurde er erneut von Chelsea verliehen, wieder in die Eredivisie, doch dieses Mal an Vitesse Arnheim. In Arnheim übernahm der Verteidiger das Kapitänsamt und spielte 24 Spiele über die volle Distanz von 90 Minuten.

Durch überzeugenden Leistungen hat Rajkovic den Sprung in die Stammelf der serbischen Nationalmannschaft geschafft. Bereits in den letzten beiden Testspielen der Serben bekam der Neu-Hamburger den Vorzug vor Dortmunds Neven Subotic in der Startelf.

"Einer, der auch mal Angst und Schrecken verbreiten kann"

Trotz der bewegten Karriere in den jungen Jahren gibt sich der Nationalspieler nach seiner Ankunft in Hamburg bescheiden. "Ich bin gerade erst angekommen und möchte keine großen Versprechungen machen, aber ich kann versprechen, dass ich immer mein Bestes, immer 100 Prozent für das Team geben werde", sagt der Innenverteidiger, der über sich sagt, dass er keinem Zweikampf aus dem Weg geht.

Trainer Michael Oenning schätzt an seinem neuen Abwehrrecken, der eine stattliche Größe von 1,91 Meter erreicht, besonders das Durchsetzungsvermögen. "Er ist groß und ein unbequemer Gegenspieler, der im richtigen Moment auch mal dazwischen haut. Er ist einer, der auch mal Angst und Schrecken verbreiten kann. Er bringt eine Qualität mit, die wir so noch nicht im Kader haben und die wir auch brauchen. Dazu ist er Linksfuß, das war mir persönlich sehr wichtig."

Rajkovic unterschrieb beim HSV einen Vier-Jahres-Vertrag. Ein Einsatz im Heimspiel gegen den 1. FC Köln am kommenden Samstag (27. August 2011) scheint nicht ausgeschlossen. "Er muss erst einmal hier ankommen, dann kann ich mir persönlich ein Bild machen. Ich will aber nichts ausschließen. Wie schnell es gehen kann, hat man zuletzt auch bei Per Skjelbred gesehen.", erklärte der HSV-Chefcoach am Dienstag.