Der Hamburger SV hat die Teilnahme an den Play-Off-Spielen zur neuen Europa League trotz einer Radikal-Rotation von Trainer Bruno Labbadia gegen den FC Randers nicht mehr verspielt.

Das ist das positive Fazit nach der enttäuschenden 0:1 (0:1)-Niederlage gegen die Dänen im Rückspiel.

Auslosung am Freitag

Nach dem 4:0-Hinspielsieg liegen die Hamburger dennoch am Freitag (13:30 Uhr) im Lostopf für die letzte Qualifikations-Runde vor den Gruppenspielen. Dann sind auch Werder Bremen und Hertha BSC dabei, die in der dritten Runde noch ein Freilos hatten. Sören Berg (35.) erzielte das Siegtor für die Gäste.

"Es wäre ein Fehler, jetzt alles zu verteufeln. Es war wichtig für uns, viele Spieler zu sehen. Natürlich haben wir uns schwer getan, aber der Gegner hat es auch sehr ordentlich gemacht. Das war ein wichtiger Test für uns. Spielerisch war das nicht überzeugend, aber wir sind im DFB-Pokal und in der Europa League weiter. Das ist das, was zählt", so HSV-Coach Labbadia.

41.793 Zuschauer waren trotz des klaren Hinspiel-Ergebnisses in die HSH Nordbank Arena gekommen, um das Heimspieldebüt ihres Teams und die beiden Neuzugänge Marcus Berg und David Rozehnal zu sehen. Labbadia schonte allerdings zahlreiche weitere Stammspieler. Nur Joris Mathijsen stand auch am Montag im DFB-Pokal-Krimi bei Fortuna Düsseldorf in der Anfangsformation.

Berg mit guten Chancen

Berg zeigte immerhin einige verheißungsvolle Ansätze. Der Schwede hatte in der zehnten und 13. Minute gute Torgelegenheiten, scheiterte aber an Schlussmann Kevin Stuhr Ellegaard. In der 58. Minute tauchte er sogar allein vor dem Keeper auf, versuchte aber Kunst statt Konsequenz: sein Lupfer war für den Dänen kein Problem. Innenverteidiger Rozehnal konnte sich kaum auszeichnen, weil die Dänen nur selten vor dem Hamburger Tor auftauchten.

Labbadia musste allerdings sehen, dass die Spieler aus der zweiten Reihe doch nicht die gleiche Qualität wie seine Top-Profis haben. So konnten U-21-Europameister Änis Ben-Hatira, Tunay Torun und Romeo Castelen ihre Chance nicht nutzen. Die kreativen Impulse von Piotr Trochowski und Ze Roberto wurden vermisst.

Hesl machtlos

Pech hatte Torwart Wolfgang Hesl, der anstelle von Stammtorwart Frank Rost mitwirken durfte. Hesl wirkte bei den wenigen Torschüssen von Randers sicher, hatte beim Gegentreffer aber keine Chance, weil der Ball von Mathijsen unhaltbar abgefälscht wurde.

Auch mit der Hereinnahme von Mladen Petric und Jonathan Pitroipa änderte sich nur wenig. Die Hamburger kamen nun etwas häufiger in Strafraumnähe, blieben aber harmlos. Die größte Chance vergab Pitroipa in der 67. Minute.