Hamburg - Am Mittwochabend bestritt der HSV gegen den Viertligisten Eintracht Norderstedt sein zweites Testspiel in dieser Woche und blieb nach dem 4:1-Erfolg am gestrigen Abend gegen den Oberligisten SC Condor auch gegen den Regionalliga-Elften Norderstedt siegreich, nach 70 Minuten (zweimal 35 Minuten) stand es 4:0 (1:0). 

Die Eintracht verteidigte von Beginn an tief und robust und überließ den Rothosen das Spiel, HSV-Keeper Jaroslav Drobny hatte den Ball lediglich zweimal in der Hand. So hatten die Hamburger viel Ballbesitz, ein drückendes Übergewicht, aber im ersten Durchgang nur wenig hochkarätige Chancen.

Eine nutzte der Lette Artjoms Rudnevs zum 1:0 nach 14 Minuten, als Dennis Diekmeier zunächst von rechts Ivo Ilicevic im Strafraum bediente und dieser wiederum Rudnevs freispielte. Ansonsten hielt das Norderstedter Bollwerk unter den Augen von Direktor Profifußball Peter Knäbel und Direktor Sport Bernhard Peters bis zum Pausenpfiff.

Holtby belohnt sich mit sehenswertem Treffer

Nach der Pause brachte HSV-Trainer Joe Zinnbauer dann gleich zehn neue Spieler aufs Feld, lediglich Keeper Drobny spielte durch, hatte aber noch weniger zu tun als im ersten Durchgang, denn seine Vorderleute erhöhten jetzt die Schlagzahl, ließen nach hinten praktisch nichts zu – und kamen vorne zu etlichen Chancen. Vor allem der agile Lewis Holtby versuchte sich mehrmals im Torabschluss und belohnte sich mit einem sehenswerten Treffer aus 16 Metern unter die Latte mit dem 2:0 (48.).

Auch Nicolai Müller durfte einen Treffer bejubeln (60.), bevor Petr Jiracek mit einem Kopfball nach einer Ecke von Kapitän Rafael van der Vaart das 4:0 (68.) besorgte. Jenes Eckballtor wird Trainer Zinnbauer besonders gefreut haben, wurden doch am Morgen noch Ecken trainiert. Weil die Norderstedter clever auf Abseits spielten und einige gute Gelegenheiten (Holtby, van der Vaart, Müller) liegengelassen wurden, blieb es letztlich bei vier Toren.

"Damit kann ich leben. Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", meinte Zinnbauer anschließend. Neben Holtby waren auch die U23-Akteure Ronny Marcos und Mohamed Gouaida auffällig. Drei Trainingseinheiten bleiben den Spielern noch, um sich bei ihrem Trainer für einen Einsatz im Nordderby gegen Werder Bremen am Sonntag zu bewerben.

HSV 1. HZ: Drobny – Diekmeier, Kacar, Rajkovic, Ostrzolek – Nafiu, Mende, T. Arslan, Ilicevic, Steinmann, - Rudnevs

HSV 2. HZ: Drobny – Götz, Cleber Reis, Westermann, Marcos – Gouaida, Jiracek, van der Vaart, N. Müller, Holtby - Lasogga

Tore: 1:0 Rudnevs (14.), 2:0 Holtby (43.), 3:0 Müller (60.), 4:0 Jiracek (68.)