Köln - Im Oktober 2011 war es soweit: Die Fußballschule des Hamburger SV konnte offiziell Teilnehmer Nr. 35.000 begrüßen und auszeichnen. Aktuell betreibt der HSV die größte Fußballschule der Bundesliga, die auf bescheidene Anfänge im Oktober 2003 zurückblicken kann.

"Damals haben wir das erste Feriencamp auf unserem Trainingsgelände in Norderstedt organisiert. Wir wollten den Kindern aus Hamburg und Umgebung die Möglichkeit bieten, den HSV zu erleben. Wir hatten das Ziel, einen Verein zum Anfassen zu präsentieren und haben unsere Angebote nach und nach ausgebaut", sagt Simon Köster, Leiter der HSV-Fußballschule.

HSV-Fußballschule kooperiert mit etwa 90 Partnervereinen

Die Nachfrage der Kinder und ihrer Eltern wurde schnell so groß, dass die Camps nicht nur in Hamburg durchgeführt wurden. Heute sind es etwa 90 Partnervereine, mit denen der HSV seine Ferien- oder Wochenendcamps gemeinsam anbietet: vom Ahrensburger TSV über den ETSV Fortuna Glückstadt bis zum mehr als 260 Kilometer entfernten Greifswalder Sport Verein.

"Wir übernehmen dabei die komplette Organisation, stellen unsere lizensierten Trainer und alle Trainingsutensilien. Die Partnervereine überlassen uns ihre Trainingsplätze. Bei manchen Partnern sind wir inzwischen seit sieben Jahren regelmäßig zu Gast, das ist jedes Mal fast schon ein kleines Volksfest, wenn wir kommen", schwärmt Köster.

Komplette Fußballschulen-Trainingsausrüstung für die Teilnehmer

60 ausgebildete Trainer gehören mittlerweile zum großen Team der HSV-Fußballschule, denn es gibt viel zu tun. Allein die Nähe Hamburgs zu verschiedenen Bundesländern mit unterschiedlichen Ferienzeiten ermöglicht es, zahlreiche Feriencamps zu organisieren, die vier oder fünf Tage dauern. Die Teilnehmer erhalten eine Fußballschulen-Trainingsausrüstung mit langem Fußballschulen-Trikot, T-Shirt, kurzer Hose, Stutzen und Trinkflasche. Zudem sind das Mittagessen und die Getränke während des Tages im Preis inbegriffen; im Lauf des Camps wartet außerdem die eine oder andere Überraschung auf die Kinder.

Parallel zu den Trainingscamps bietet der HSV außerdem ein regelmäßiges Fördertraining an. Das Fördertraining ist eine Ergänzung zum eigenen Vereinstraining. Das Training findet einmal wöchentlich in einem Fußball-Center in Hamburg und Umgebung statt. Jeder Kursblock beinhaltet 5 oder 6 Trainingseinheiten a 75 Minuten. Bei diesem Angebot kommen besonders die Kinder auf ihre Kosten, die ihre technischen Fähigkeiten unter professioneller Anleitung verbessern wollen. Grundsätzlich steht die HSV-Fußballschule allen Kindern offen – ob Anfänger oder jedem neuen Uwe Seeler.

Ex-DDR-Nationalkeeper Dirk Heyne leitet HSV-Torwartschule

Auch das jüngste Angebot der Fußballschule hat besten Anklang gefunden. Für die HSV-Torwartschule, die am 16. Januar mit ihrer ersten Einheit in Winsen losgelegt hat, gingen 110 Anmeldungen ein. Die fünf Kurse mit jeweils sechs Trainingseinheiten, die der ehemalige DDR-Nationaltorhüter Dirk Heyne leitet, waren gleich sämtlich ausgebucht.

Auch wenn jedes Camp ohnehin ein Highlight für jeden jungen Teilnehmer darstellt, so hat es in der nun mehr als achtjährigen Geschichte der HSV-Fußballschule noch ganz besondere Veranstaltungen gegeben. Im Mai 2011 trainierten 1800 Jungen und Mädchen auf dem zum Austausch vorgesehen Rasen der Imtech Arena und 1300 Nachwuchskicker spielten im Juni um den 6. Fußballschulen-Cup in Ahrensburg.

HSV-Fußballschule unterrichtet drei Wochen in Südafrika

Und selbst in Südafrika, mit seiner Atlantikküste knapp 10.000 Kilometer von der heimischen Nordseeküste entfernt, war der HSV aktiv. Simon Köster: "Im Vorfeld der WM 2010 hatte uns eine in Südafrika lebende Deutsche gefragt, ob wir nicht auch dort im Land unsere Camps anbieten könnten. Das haben wir dann drei Wochen gemacht und seitdem tragen etwa 400 Kinder in Südafrika das HSV-Fußballschulen-Trikot."