Hamburg - Ein turbulentes Fußball-Jahr 2015 liegt hinter dem Hamburger SV. Nach der Hinrunde steht der HSV mit 22 Punkten auf Platz zehn und damit im Bundesliga-Mittelfeld. Dass HSV-Kapitän Johan Djourou mit dieser Punkteausbeute nach der 0:1-Heimniederlage gegen Augsburg nicht zufrieden ist, zeigt welche positive Entwicklung der HSV genommen hat.

Frage: Herr Djourou, in der Auswärttabelle steht der HSV auf Platz 3 hinter den Bayern und dem BVB. Zuhause sieht es mit nur acht Punkten und zwei Siegen weniger rosig aus. Warum tut sich der HSV im Volksparkstadion so schwer?

Johan Djourou: Am Ende der letzten Saison haben wir ein paar sehr gute Heimspiele gemacht. Diese Saison haben wir ein bisschen Probleme im eigenen Stadion, aber wir müssen ruhig bleiben und weiter daran arbeiten zuhause besser zu spielen. Normalerweise hätten wir viel mehr Punkte zuhause holen müssen. Wir haben neun Zähler zuhause verschenkt gegen Teams gegen die wir eigentlich gewinnen müssen. Wir müssen lernen einfach öfter mal mit dem Köpfchen zu spielen und dürfen diesen nicht so oft verlieren (lacht).

"Wir hatten gute Chancen und müssen unsere Tore machen"

Frage: Wieso haben Sie sich gegen Augsburg so schwer getan?

Djourou: Wir hatten sehr gute Chancen und müssen einfach unsere Tore machen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einfach zu unruhig gespielt und dann war es gegen einen Gegner wie Ausgburg, der hinten gut steht, schwierig. Am Ende machen die Augsburger das Tor, das war ganz bitter.

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Frage: Nach der Hinrunde stehen für den HSV 22 Punkte zu Buche. Spiegelt diese Punktzahl auch das Leistungsvermögen der Mannschaft wider?

Djourou: Klar willst Du immer mehr haben als du hast. Aber insgesamt haben wir eine ordentliche Hinrunde gespielt. Diese drei Heimniederlage gegen Hannover, Mainz und gegen Augsburg waren ganz bitter. Diese Punkte haben wir zu einfach abgegeben. Die Entwicklung ist jedoch in den letzten Monate positiv.

Frage: Es war ein mehr als aufregendes Fußball-Jahr für den HSV. Wie bewerten Sie die vergangenen zwölf Monate?

Djourou: Insgesamt war es trotz der schwierigen vergangenen Saison sehr ordentlich. Wir haben die Relegation geschafft und in der neuen Saison gute Spiele absolviert, auch hier zuhause. Trotzdem fehlt am Ende etwas, 22 Punkte sind zu wenig.

Frage: Was glauben Sie ist in der Rückrunde noch drin?

Djourou: Wir müssen mal schauen. Ich weiß nur, dass viel Potenzial in der Mannschaft steckt. Aber wir müssen jeden Tag hart arbeiten. Ein Spiel einfach 4:0 zu gewinnen, gibt es bei uns nicht. Wir müssen uns alles sehr hart erarbeiten, um unser Ziel zu erreichen und Siege einzufahren.

Aufgezeichnet von Alexander Barklage aus Hamburg