Torjäger Mladen Petric hat den Hamburger SV in die lukrative Gruppenphase des UEFA-Cups geschossen. Der Kroate erzielte beim 2:0 (1:0)-Auswärtssieg der Hanseaten beim rumänischen Verein Unirea Urziceni in der 27. und 50. Minute beide Tore und erweist sich immer mehr als absoluter Glücksfall für die Norddeutschen.

Der 27-Jährige war damit nach dem dem torlosen Unentschieden aus dem Hinspiel vor zwei Wochen auch im dritten Wettbewerb der Matchwinner für die Hanseaten. Schon im DFB-Pokal gegen Bochum und in der Bundesliga gegen Mönchengladbach entschied der Neuzugang aus Dortmund mit insgesamt drei Toren die Partien für den HSV. Zu Saisonbeginn war Petric nach Hamburg gewechselt, ein glänzender Deal von Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

Änderungen in der Startelf

HSV-Trainer Martin Jol hatte seine Elf gegenüber dem Bundesliga-Heimspiel gegen Mönchengladbach auf zwei Positionen geändert. Die gegen den Aufsteiger geschonten Piotr Trochowski und Paolo Guerrero rotierten für das "bislang wichtigste Spiel der Saison" (Jol) wieder in die Startformation. Ivica Olic und Zugang Thgiago Neves blieben dafür auf der Bank.

Vor 5000 Zuschauern, die alle freien Eintritt hatten, versuchte der Bundesliga-Tabellenführer von Anfang an die Initiative zu übernehmen. Bereits in der vierten Minute hatte Petric Pech, als sein Kopfball nach einer Flanke von Marcell Jansen nur knapp am rumänischen Tor vorbeistrich. In der 11. Minute scheiterte Trochowski mit einem Freistoß an Torwart Giedrius Arlauskas.

Mangelnde Durchschlagskraft

Anschließend aber fand der Zweite der rumänischen Liga besser in die Partie. Dabei hatte der HSV Glück, als Thimothee Atouba einen von Bastian Reinhardt abgefälschten Schuss von Ion Mara auf der Linie klärte. Insgesamt aber fehlte es den Gastgebern an Durchschlagskraft, um ernsthaft für Gefahr zu sorgen.

Petrics Führungstreffer, der nach einer Kopfballstafette über Jansen und Joris Mathijsen fiel, sorgte für die verdiente Führung für die engagierten und konzentrierten Hamburger gegen den erwartet unangenehmen Gegner. Es war nun klar, dass die Gastgeber zwei Tore erzielen mussten, um für die große Überraschung zu sorgen.

Harte Gangart

Das sorgte offenbar auch für Frust bei den Rumänen. Der Australier Jacob Burns leistete sich so kurz vor der Halbzeit ein übles Foul an Nigel de Jong. Anschließend kam es sogar zu tumultartigen Szenen auf dem Platz.

Nach Petrics zweitem Treffer, der von Guerrero mit einem sehenswerten Steilpass vorbereitet wurde, war das Spiel entschieden. Die Hamburger konnten nun in Ruhe den Vorsprung verwalten und kamen nicht mehr in Gefahr.