Horst Heldt sieht wichtige Schritte, das Ziel aber noch nicht erreicht - © gettyimages / Bongarts
Horst Heldt sieht wichtige Schritte, das Ziel aber noch nicht erreicht - © gettyimages / Bongarts
Bundesliga

Horst Heldt: "Der Anfang ist gemacht, mehr nicht"

Gelsenkirchen - Beim FC Schalke 04 will man in dieser Saison wenn nicht alles, so doch vieles besser machen als in der vergangenen Spielzeit. Im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de spricht Sportdirektor Horst Heldt über die Art der Veränderungen und den neuen Trainer, André Breitenreiter, über seinen großen Respekt für Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes und über Schalkes Aktivitäten im Reich der Mitte.

"Wir wollen eine andere Art von Fußball spielen"

bundesliga.de: Herr Heldt, die "FAZ" spricht nach der vergangenen, sehr turbulenten Saison von einem "Paradigmenwechsel", der "Kicker" sieht gar ein "neues Schalke". Ist das mehr als die typisch mediale Übertreibung?

Horst Heldt: Jein (lacht). Sicherlich erleben wir auf Schalke zurzeit eine Veränderung. Eine Veränderung, die auch dringend notwendig ist. Und sowohl bei der Mannschaft als auch bei den Fans ist eine Aufbruchsstimmung bereits spürbar. Das ändert aber nichts daran, dass wir in der neuen Saison liefern müssen. Der Anfang ist gemacht, mehr aber nicht.

bundesliga.de: Mit André Breitenreiter hat sich Schalke für einen sehr engagierten, aber noch jungen Trainer entschieden: warum ist Breitenreiter der Richtige?

Heldt: Weil André Breitenreiter ein sehr ehrgeiziger Trainer ist, der mutig agiert. Das hat er mit dem SC Paderborn bereits in der 2. Bundesliga bewiesen, als der Klub nicht ansatzweise zu den Top-Favoriten um den Aufstieg gehörte und doch aufgestiegen ist. Und in der Bundesliga, wo man für viele vom ersten Spieltag an als klarer Absteiger feststand, hatte man bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Klassenerhalt. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat - die Art und Weise, wie diese Mannschaft aufgetreten ist, hat deutlich die Handschrift des Trainer-Teams gezeigt. Dieser Trainer verfolgt eine ganz klare Idee, hat ein gutes Gespür für seine Mannschaft und findet die richtige Balance zwischen Nähe auf der einen und klaren Ansagen auf der anderen Seite.

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