München - Im Abstiegskampf der Bundesliga geht es für vier Vereine ums Überleben. Der SV Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf trennten sich im direkten Duell am Wochenende , während der FC Augsburg mit einem über Eintracht Frankfurt bis auf drei Punkte an die Rheinländer heranrückte. Auch die TSG Hoffenheim, derzeit auf dem direkten Abstiegsplatz, befindet sich im Aufwärtstrend und holte unter Neu-Trainer Markus Gisdol vier Punkte in zwei Spielen.

Welche Akteure stehen bei den vier Clubs im Endspurt um den Klassenerhalt besonders im Fokus? bundesliga.de blickt auf die Form der Schlüsselspieler: in diesem Teil die TSG 1899 Hoffenheim.

Kevin Volland



Kevin Volland ist der Top-Vorbereiter Hoffenheims - acht Torvorlagen: Ligaspitze sind zehn Torvorlagen. Der 20-jährige legte bei der TSG auch die meisten Torschüsse auf (64), darunter 13 Großchancen - nur Götze (15) und Ribery (14) mehr. Er schlug die meisten Flanken aller Hoffenheimer (42) und legte so schon drei Tore auf.

Volland ist sehr vielseitig und spielte als echte Spitze, hängende Spitze, sowie rechts und links im offensiven Mittelfeld. Er erzielte im Jahr 2013 vier Tore - in der Hinrunde hatte er nur ein Mal getroffen. Dennoch traf kein Spieler bei Hoffenheim häufiger als Volland (fünf Mal, wie Joselu und Firmino), der mit 13 Torbeteiligungen auch Topscorer bei 1899 ist. Alle fünf Tore erzielte er als Stürmer. Nimmt der schnelle ehemalige Münchener erst einmal Fahrt auf, ist er kaum mit fairen Mitteln zu stoppen. Er wurde in der Vorsaison in der Zweiten Liga 94 Mal gefoult - ligaweit nur der Braunschweiger Mirko Boland öfter. In der Bundesliga ist er schon 61 Mal unfair gefoult worden. Volland selbst beging aber sogar die meisten Fouls aller Hoffenheimer (66, ligaweit nur Kießling mehr).

Andreas Beck



Andreas Beck gewann 56 Prozent seiner Zweikämpfe - für einen Außenverteidiger ist das ordentlich. Der 26-Jährige wurde 66 Mal gefoult - am häufigsten bei Hoffenheim. Beck gab zwei Torvorlagen und erzielte in Wolfsburg sein erstes Saisontor. Seine beiden Vorlagen gab Beck per Flanke (am 11. Spieltag in Düsseldorf für Joselu und am 19. in Frankfurt für Volland). Davor legte er fast zwei Jahre lang kein Tor mehr mit einer Flanke auf.

Das Tor in Wolfsburg war sein erster Weitschusstreffer in der Bundesliga. Von allen Hoffenheimern stand Beck in dieser Saison am längsten auf dem Platz (2.340 Minuten). Mit 145 Einsätzen ist Beck Hoffenheims Rekordspieler in der Bundesliga-Historie. Beck spielte vom 25. bis 27. Spieltag als Linksverteidiger - zuvor kam er in Hoffenheim dort nie zum Einsatz. Unter Ex-Trainer Marco Kurz wurde der Mannschaftsrat Hoffenheims neu gewählt - Johnson und Sebastian Rudy sind nun nicht mehr dabei, sie wurden durch Chris und Andreas Beck ersetzt. Kurz ernannte Beck und Salihovic als gleichberechtigte Kapitäne. Beck trug in der Rückrunde die Binde, sie sind damit die Nachfolger von Tim Wiese.

Sejad Salihovic



Sejad Salihovic erlitt am 19. Januar gegen Mönchengladbach einen Riss des Außenmeniskus im rechten Knie - der Bosnier wurde operiert. Am 30. März auf Schalke gab er als Einwechselspieler sein Comeback, seit dem Spiel gegen Düsseldorf (28. Spieltag) steht er wieder in der Startelf. Gegen die Fortuna war er als Vorbereiter an zwei Treffern beteiligt, in Wolfsburg traf er per Elfmeter. Der 28-jährige erzielte vier Tore - 11/12 war er sogar der Top-Torschütze der TSG (neun Tore). Salihovic erzielte 30 Bundesliga-Tore - am 4. Spieltag gegen Hannover traf er dabei zum einzigen Mal per Kopf. Er hatte im Schnitt die meisten Ballkontakte aller Hoffenheimer (79 pro 90 Minuten).


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